Moritz müller zieht nach debakel gegen die usa klare linien

Moritz müller zieht nach debakel gegen die usa klare linien

Nach der deutlichen 1:5-Niederlage gegen die USA hat Eishockey-Veteran Moritz Müller (39) eine deutliche Kritik an der deutschen Mannschaft geäußert. Der ehemalige Kapitän, der vor dem Turnier von Leon Draisaitl abgelöst wurde, scheute sich nicht, seine ehrliche Meinung zu äußern und forderte mehr Teamgeist und weniger Individualismus.

Enttäuschende vorrunde und knappe rettung

Die Vorrunde verlief für das deutsche Team alles andere als optimal. Mit nur einem Sieg gegen Dänemark (3:1) und der knappen Rettung als Gruppenzweiter dank der Hilfe anderer Teams, steht Deutschland nun vor einer großen Herausforderung. Am Dienstag (12.10 Uhr) geht es in der Qualifikation für das Viertelfinale gegen Frankreich, bei einem Sieg folgt am Mittwoch (12.10 Uhr) die Slowakei.

Müllers brandrede: zu kompliziert und versnobt

Müllers brandrede: zu kompliziert und versnobt

Moritz Müller beobachtete das Spiel gegen die USA von der Bank aus und war wenig beeindruckt. „Wir sind wieder in alte Muster verfallen: zu verschnörkelt, zu kompliziert“, analysierte er. Er kritisierte, dass die Mannschaft zu sehr auf individuelle Aktionen setze und den Teamgeist vernachlässige.

Kritik an den nhl-stars

Kritik an den nhl-stars

Müller nahm auch die NHL-Stars, darunter Leon Draisaitl, in die Pflicht. Er betonte, dass Einzelgenies allein nicht ausreichen, um auf internationalem Niveau erfolgreich zu sein. „Wir haben ganz tolle Eishockeyspieler, die zu den besten der Welt gehören. Aber wir können nicht denken, dass jedes Mal, wenn einer von denen auf dem Eis ist, wir ihm die Scheibe geben und dann ein Wunder passiert“, so Müller.

Vertrauen des trainers? müller spielt auf

Vertrauen des trainers? müller spielt auf

Bundestrainer Harold Kreis hatte Müller nicht einmal zum Assistenzkapitän ernannt und ihm in den bisherigen Spielen nur wenig Eiszeit gewährt. Gegen die USA erhielt Müller jedoch über elf Minuten Einsatzzeit und zeigte eine gute Leistung. Kreis bestätigte, dass Müller „seine Zeit gut genutzt“ habe und einen „guten Eindruck“ hinterlassen habe.

Ungebrochener status im team

Ungebrochener status im team

Müller betonte, dass er auch ohne das Kapitänsamt seine Meinung sagen werde. „Ich sage das, was ich sagen möchte“, erklärte er. Er fügte hinzu, dass er versuche, so zu spielen, wie er es immer getan habe, und dass er sich an das geradlinige Eishockey konzentriere.

Warnung vor falscher sicherheit

Trotz des vermeintlich leichten Gegners Frankreich warnte Müller vor falscher Sicherheit. „Man kann auch die Amerikaner schlagen. Man muss demütig genug sein, dass wir gegen jeden Gegner hier verlieren können“, mahnte er. Er forderte die Mannschaft auf, an den Grundtugenden festzuhalten, die sie immer ausgezeichnet haben.

Die ersten 20 minuten als vorbild

Das erste Drittel gegen die USA, in dem Deutschland stark spielte, soll als Vorlage für die kommenden Spiele dienen. Müller forderte, „aus 20 Minuten 60 zu machen“ und das Team zur Höchstform anzuspornen. Der Bundestrainer bezeichnete die Leistung in den ersten 20 Minuten als „Benchmark“.