Mord im verlassenen hotel: vaninas zweiter fall spaltet catania
Catania zittert. Im Schatten des Etna liegt eine Leiche im Hotel „Palazzo delle Rose“ – doch als Vizekommissar Vanina Guarrasi eintrifft, ist die Tote verschwunden. Stattdessen findet sie nur den schmierigen Hausmeister, der behauptet, nie jemanden gesehen zu haben. Drei Stunden später liegt Azzurra Leonardi tot auf dem Gehsteig, daneben Monsignore Antonio Murgo. Keine Verbindung, kein Motiv, keine Zeugen.
Der albtraum kehrt zurück
Die Kamera verfolgt Giusy Buscemi, wie sie durch die Gassen der Pescheria stolpert, die Augen rot vom Schlafmangel. Ihre Vanina ist seit Wochen auf Speed-Dial mit der Dunkelheit. Die Insomnie frisst sich durch ihr Gesicht, während sie in den Computer starrt, der keine Antwort liefert. Denn der Mörder ist nicht nur raffiniert – er kennt ihre Tricks.
Parallel dazu kocht ihr Privatleben über. Salvatore Fratta, der Mann, der ihre erste Ermittlung zerstörte, taucht mit neuen Beweisen auf. Paolo Malfitano, der Anwalt, der einst ihr Feuer entfachte, wird plötzlich zum Verdächtigen. Und Manfredi Monterreale, der forensische Psychologe, rückt näher, während sie sich fragt, ob sie überhaupt noch nahrankommen will.

Catania wird zum schachbrett
Regisseur Davide Marengo lässt die Stadt selbst zum Tatort werden. Drohnenaufnahmen über die stillgelegte Funicolare, Verfolungsjagden durch die laue Nacht am Lungomane. Die zweite Episode, „Il ritrovamento del cappellano“, wirft nicht nur Fragen über Glauben und Schuld auf – sie verlangt von Zuschauerinnen und Zuschauern, sich zu positionieren. Denn wer Monsignore Murgo war, erfahren wir erst, wenn wir begreifen, warum niemand seine Vergangenheit kannte.
Die Quote der Premiere lag bei 19,4 % – ein Quotenknaller für Canale 5. Doch die Produktionsfirma Palomar steckt bereits in Staffel drei, weil das Ende von Folge zwei einen Cliffhanger liefert, der selbst erfahrene Krimifans vor die Leinwand nagelt. Wer jetzt abschaltet, verpasst den Moment, in dem Vanina begreift, dass der Mörder in ihrem eigenen Revier spielt.
Live oder on demand – egal. Um 21.35 Uhr rollt der Countdown. Die Waffe ist noch warm, das Opfer noch nicht kalt. Und Catania atmet den Geruch von Zitrone und Pulver, bevor die Sonne wieder aufgeht.
