Montolivo zerreißt milan: „modric weg, pulisic weg, leão fraglich – aber allegri liebt druck“
Riccardo Montolivo hat den AC Milan mit harten Worten aufgerüttelt. Vier Niederlagen in sieben Spielen, nur ein einziger Treffer seit dem Derby – die Rossoneri stolpern Richtung Europa-League. „Die Mannschaft hat ihre Solidität und Brillanz verloren“, sagte der Ex-Kapitän gestern Abend bei Sky Italia.
Der absturz nach dem derby-knaller
Am 8. März schlug Milan den Stadtrivalen Inter mit 1:0 – Pervis Estupiñán traf. Seitdem folgten vier Pleiten, ein torloses Remis gegen Juve und ein glanzloser 1:0-Auswärtssieg in Verona. Die Tordifferenz in dieser Phase: 1:7. Die Champions-League-Plätze rücken aus Sicht, Juventus nur zwei Punkte dahinter, Roma drei.
Montolivo, der von 2012 bis 2019 die Sechser-Position im San Siro dominierte, sieht den Grund klar: „Luka Modrić fehlt als Diktiergerät im Zentrum, Christian Pulisic ist nicht der Alleinunterhalter und Rafael Leão bleibt ein Koffer ohne Namensschild – man weiß nie, was drin ist.“

Allegri soll die scherben zusammenfegen
Doch der 40-Jährige glaubt an den Coach. „Massimiliano Allegri funktioniert unter Dampf. Je lauter die Kritik, desto klarer seine Marschroute.“ Entscheidend werde das Heimspiel gegen Atalanta am Sonntag. „Gewinnen sie da, ist die Tabelle wieder eine andere.“
Die Zahlen sprechen allerdings gegen Milan: Nur fünf Tore in den letzten acht Pflichtspielen, dazu die dritt-schlechteste Zweikampfquote der Saison. Wer den Getty-Foto vom jubelnden Montolivo aus der Meistersaison 2010/11 sucht, findet stattdessen Bilder von traurigen Blicken im Mapei-Stadion nach der 0:2-Klatsche gegen Sassuolo.
Der Druck steigt, die Uhr tickt. Ohne Champions-League droht nicht nur sportliche Blamage, sondern auch ein Transfer-Sperrkasting. Leon Goretzka wartet laut Insidern ab, sollte die Qualifikation platzen, springt der Deal wohl endgültig ab. Montolivo zieht den Daumen nach oben – aber nur halb. „Allegri schafft das, wenn die Stars endlich aufwachen.“
