Montero: der shootingstar, der europa im sturm erobert!
Atenas bebt! Jean Montero, der 22-jährige dominikanische Guard von Valencia Basket, ist nicht nur auf dem Weg zur Final Four, sondern auch zum Gesprächsthema in der gesamten europäischen Basketballszene. Während andere Spieler unter dem enormen Druck stehen, scheint Montero die Bühne zu lieben – und seine Gegner zu frustrieren.
Ein spieler, der sich nicht erwidern lässt
Die Gerüchte über seinen Wechsel sind ohrenbetäubend. Olympiakos, Hapoel Tel Aviv, die NCAA mit ihren lukrativen Stipendien und die NBA mit ihren Millionen – alle haben ein Auge auf den jungen Mann geworfen. Doch Montero scheint unbeeindruckt. Seine Worte vor der Final Four waren eindeutig: „Ich konzentriere mich aufs Spiel. Es geht darum, das zu tun, was ich liebe: Basketball spielen. Keine Anspannung, nur Spaß und Wettbewerb.“ Eine Aussage, die mehr aussagt als tausend Verträge.
Seine Leistung spricht Bände. Im Viertelfinal-Spiel gegen Panathinaikos demonstrierte er seine Klasse mit 29 Punkten, sieben Rebounds, sieben Assists und einem unglaublichen Wert von 45. Ein Spiel, das nicht nur den Sieg sicherte, sondern auch seine Position als einer der heißesten Spieler Europas festigte. Seine Fähigkeit, die Verteidigung der Gegner zu zerlegen, ist schlichtweg außergewöhnlich.
Alberto Abalde, der Spielmacher von Real Madrid, weiß, was es bedeutet, gegen Montero zu spielen: „Er ist einer der schwierigsten, wenn nicht sogar der schwierigste Spieler in der EuroLeague zu verteidigen. Man braucht ein komplettes Team, um ihn zu stoppen. Allein mit einem Mann ist das unmöglich.“

Von santo domingo zum europäischen rampenlicht
Monteros Weg war alles andere als geradlinig. Aufgewachsen in Santo Domingo, wo er mit seinem fünf Jahre älteren Cousin Smerling, der tragischerweise der Delinquenz zum Opfer fiel, seine ersten Basketballerfahrungen sammelte – damals noch mit einem Fahrradreifen als Korb. Nach einem turbulenten Start in seiner Karriere, der ihn über die NCAA, Overtime Elite und eine kurzzeitige Station bei den New York Knicks führte, fand er schließlich in Valencia sein Zuhause.
Die Zweifel waren groß: „Zu klein, zu dünn, zu fragil – kein Spieler für die großen Ligen“, hieß es. Doch der Trainer Pedro Martínez erkannte das Potenzial und gab ihm die Chance, zu brillieren. Und er hat sie genutzt. Ausgezeichnet als bester junger Spieler der EuroLeague, im besten Quintett der Liga und als MVP der Playoffs – Montero hat in dieser Saison alles abgeräumt. Seine durchschnittlichen 18,6 Punkte, 4,2 Rebounds und 5,8 Assists pro Spiel sind ein Beweis für seine Vielseitigkeit und sein Talent.
Sein Spitzname, „El Problema“ (Das Problem), wurde ihm bereits bei einem U16-Turnier der Americas verliehen, als er seine Gegner förmlich demütigte. Ein Spitzname, der ihm bis heute geblieben ist und die Angst in den Augen seiner Gegenspieler widerspiegelt.
Die Final Four in Athen ist für Montero die perfekte Bühne, um seine Fähigkeiten zu präsentieren und seinen Stern weiter am Himmel des europäischen Basketballs leuchten zu lassen. Die Welt schaut zu, und Montero scheint bereit zu sein, die Erwartungen zu übertreffen.
