Monegasse-desaster: stroll-motor streikt – alonso rettet aston martin
München – Ein Schock für Aston Martin beim Großen Preis von Monaco: Während Fernando Alonso mit einem hart erkämpften Punkt als Lichtblick glänzte, erlebte Lance Stroll einen dramatischen Absturz. Der Kanadier scheiterte am Felsgestein und wirft einen finsteren Schatten auf die Leistungsfähigkeit des neuen Boliden.

Technische defekte oder menschliches versagen?
Stroll beendete das Rennen nicht. Ein schwerer Unfall in der Antony Noghes Kurve beendete seinen Lauf abrupt. Der junge Kanadier machte umgehend die Honda-Powerunit für den Crash verantwortlich. Er beschrieb ein erschreckendes Verhalten des Motors, das ihn in die Schikane schleuderte. "Wir waren am Ende des Rennens angelangt, und es gab einige Probleme mit dem Motorbremse während der gesamten Fahrt. Wir haben die ganze Saison über Probleme damit, manchmal zieht er, manchmal schiebt er, und es verhält sich ständig unterschiedlich. In dieser Kurve hat er mich einfach gegen die Wand gedrückt, als ob das Gaspedal zu 50 Prozent offen wäre." Ein klares Statement des Strolls, das die Verantwortlichen in Silverstone in Bedrängnis versetzt.
Die Frage, ob die trübe Asphaltdecke eine Rolle spielte, wies Stroll entschieden zurück. "Das war nicht das Problem. Der Motor hat mich einfach gegen die Wand gedrückt, als ob das Gaspedal hängen geblieben wäre." Eine Erklärung, die Zweifel aufwirft und die Diskussion über die Zuverlässigkeit der Antriebseinheit anheizt.
Alonso klagte bereits über ähnliche Schwierigkeiten, bereits am Wochenende hatte er von der schwierigen Handhabung des AMR26 berichtet. Ein Vorfall in den Freien Trainings am Freitag, bei dem er ebenfalls von der Strecke abkam, deutet auf tieferliegende Probleme hin. Ob eine fehlerhafte Übersetzung der Getriebebox die Ursache ist, wird nun intern untersucht.
Pedro de la Rosa, Aston Martins Markenbotschafter, sieht die Ursache des Unfalls in Strolls aggressivem Fahrstil. "Der Ausreißer von Lance zeigt nur, dass unsere Fahrer niemals aufgeben. Selbst mit einem sehr schwierigen Auto, mit Inkonsistenzen in der Bremsphase der Kurven, die uns das ganze Wochenende geplagt haben, haben beide Fahrer das Auto bis an die Grenzen getrieben. Das ist das Bemerkenswerteste. Wir haben einen Wagen verloren, weil der Pilot trotz der Schwierigkeiten weitergedrückt hat." Ein bitteres Fazit, das die Herausforderungen für Aston Martin in der kommenden Saison verdeutlicht.
Die Leistungsunterschiede zwischen Alonso und Stroll sind alarmierend. Während der Spanier seine Klasse bewies, offenbarte Stroll die Schwächen des Fahrzeugs und seine eigene Ungeduld. Die Frage ist, ob Aston Martin die technischen Probleme in den Griff bekommt, bevor die Saison endgültig in eine Katastrophe mündet.
