Fc bayern münchen strebt neue partnerschaft mit dem dfb im frauenfußball an

Scheitern der gemeinsamen gesellschaft – bayern will neuen weg gehen

Jan-Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, hat eine „andere Art“ der Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) gefordert. Hintergrund ist das gescheiterte Vorhaben, eine gemeinsame Tochtergesellschaft zu gründen. Damit zeichnet sich eine ähnliche Verbandsstruktur im Frauenfußball wie im Männerbereich ab. Dreesen äußerte sich dazu im Rahmen der Sendung „Blickpunkt Sport“ im Bayerischen Rundfunk (BR).

Grundlagenvertrag als modell für die zukunft?

Grundlagenvertrag als modell für die zukunft?

Die von Dreesen angedeutete „andere Partnerschaft“ erinnert an den Grundlagenvertrag, der seit über 25 Jahren die Zusammenarbeit zwischen dem DFB und der Deutschen Fußball Liga (DFL) im Männerbereich regelt. In der Frauen-Bundesliga gab es bereits zuvor Stimmen, die eine Anbindung der erst im Dezember 2025 gegründeten Frauen-Bundesliga (FBL) an die DFL als zukunftsweisend betrachteten.

Klubs als fundament des frauenfußballs

Klubs als fundament des frauenfußballs

Dreesen betonte die entscheidende Rolle der Vereine: „Die Klubs sind das Fundament und die Geschwindigkeit und die Perspektive des deutschen Frauenfußballs im Leistungssport. Wir als Klubs entwickeln und bilden die Spielerinnen aus und hoffentlich gewinnen wir damit auch die EM 2029.“ Der DFB sei herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen. Es gelte nun, eine gemeinsame Basis zu finden.

Joint venture gescheitert – streit um entscheidungsbefugnisse

Ursprünglich hatten DFB und FBL die Gründung eines Joint Ventures geplant, um die Professionalisierung der Bundesliga voranzutreiben und den Anschluss an internationale Standards zu gewährleisten. Aufgrund anhaltender Differenzen zwischen der FBL und dem DFB bezüglich der Entscheidungsbefugnisse lehnte die FBL das Vorhaben jedoch vergangene Woche erneut ab.

Die rolle der frauen-bundesliga (fbl)

Die FBL strebt nach mehr Autonomie und Einfluss in der Gestaltung des Frauenfußballs. Die Ablehnung des Joint Ventures signalisiert den Wunsch, die Entwicklung des Frauenfußballs eigenständig voranzutreiben. Es steht nun eine intensive Phase der Verhandlungen und Abstimmungen bevor, um eine tragfähige Lösung zu finden, die den Interessen aller Beteiligten gerecht wird.

Ausblick und mögliche szenarien

Die Zukunft des Frauenfußballs in Deutschland steht an einem Scheideweg. Ein möglicher Kompromiss könnte in einem neuen Rahmenabkommen liegen, das den Klubs mehr Mitspracherecht einräumt und gleichzeitig die Unterstützung des DFB sicherstellt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob eine Einigung erzielt werden kann, um den deutschen Frauenfußball nachhaltig zu stärken und international wettbewerbsfähig zu halten.