Mir kämpft: motogp-saison wird zum albtraum

Joan Mir, einst MotoGP-Weltmeister, steuert seine Honda durch eine der schwierigsten Saisons seiner Karriere. Sechs Rennen sind absolviert, und der Mallorquiner hat lediglich drei Punkte auf seinem Konto – ein erschreckender Kontrast zu seinen Ambitionen.

Die misere in austin: ein verpasstes fenster

Besonders bitter war das Rennen in Austin. Mir hatte einen vielversprechenden Start hingelegt, kämpfte aber mit Reifenproblemen im Lauf des Rennens und verpasste so wichtige Punkte. Doch das eigentliche Aus für ihn kam am Sonntag, als er nach einem Verstoß gegen die Strafregeln – dem sogenannten Long Lap Penalty – nicht einmal die Möglichkeit hatte, diese auszuführen. Ein klarer Beweis für die anhaltenden Schwierigkeiten, die er erlebt.

Die Ursache für Mires Probleme liegt laut eigenen Aussagen in der Balance zwischen Risiko und Kontrolle. „Ich versuche, den Rückstand in der Kurve wieder aufzuholen, verliere aber gleichzeitig die Kontrolle über das Vorderrad“, erklärte er nach dem Rennen. „Es ist eine Geschichte, die sich in den letzten Tagen wiederholt.“

Ambitionen und stürze: ein teurer preis

Ambitionen und stürze: ein teurer preis

Mir betonte, dass er sich nicht mit einem Platz im Mittelfeld zufrieden geben will. „Ich will mit der Hoffnung ins Rennen gehen, eine Chance zu haben“, so der Ex-Champion. „Ich bin ein Pilot, der nicht nur ein Teil des Ganzen sein will. Ich genieße es, wenn ich um gute Ergebnisse kämpfen kann – auch wenn das manchmal zu Stürzen führt.“ Die Zahl der Unfälle ist alarmierend.

Ein entscheidender Faktor ist für ihn das Fahren im Windschatten anderer Piloten. „Wenn ich alleine unterwegs bin, kann ich schnell fahren, ohne allzu viel Risiko einzugehen. Aber wenn ich hinter einem anderen Piloten bin, muss ich viel Risiko beim Bremsen eingehen – besonders im Windschatten. Wenn ich Zeit gewinnen will, muss ich ein doppeltes Risiko eingehen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Sturzes.“

Die aktuelle Tabellenposition von Rang 19 spiegelt die schwierige Situation wider. Mires Team muss dringend an der Hinterhand arbeiten, um das Vorderrad besser kontrollieren zu können. Andernfalls wird es für ihn schwer, mit der Spitze mithalten zu können – ohne ständig am Limit zu fahren und das Risiko unnötig zu erhöhen. Die Saison für Joan Mir ist bisher eine Lehrstunde in Demut und harter Arbeit, eine Saison, die ihn zwingt, seine Strategie und sein Selbstvertrauen neu zu bewerten.