Minerva hase und nikita volodin holen bronze – olympiatraum verpasst

Drama auf dem eis: deutsche paarläufer gewinnen bronze in italien

Mailand/Cortina d’Ampezzo – Ein spannender Wettbewerb, der bis zur letzten Sekunde für Nervenkitzel sorgte: Die deutschen Eiskunstläufer Minerva Hase und Nikita Volodin haben bei den Olympischen Winterspielen in Italien die Bronzemedaille im Paarlauf gewonnen. Trotz eines starken Kurzprogramms vergaben die Europameister von 2025 in der Kür wertvolle Punkte und mussten sich mit dem dritten Platz begnügen. Die Konkurrenz war stark, und der Traum vom Gold schmolz zusehends.

Japanische dominanz: miura/kihara holen gold

Den Sieg sicherten sich die japanischen Weltmeister Riku Miura und Ryuichi Kihara mit einer beeindruckenden Leistung und einer Traum-Kür. Mit 231,24 Punkten übertrafen sie alle Erwartungen und rangen sich an die Spitze des Feldes. Nach dem Kurzprogramm lagen sie noch auf dem fünften Rang, doch die Kür katapultierte sie auf das Podest. Ihre Aufholjagd war schlichtweg sensationell.

Silber für georgien: metelkina/berulawa überzeugen

Silber für georgien: metelkina/berulawa überzeugen

Die Silbermedaille ging an Anastasia Metelkina und Luka Berulawa aus Georgien. Mit 221,75 Punkten zeigten sie eine konstante Leistung über beide Programme hinweg. Sie lagen nach dem Kurzprogramm auf dem zweiten Platz und konnten diesen in der Kür verteidigen. Ein verdienter Erfolg für das georgische Paar.

Enttäuschung für hocke/kunkel: platz zehn für das zweite deutsche paar

Enttäuschung für hocke/kunkel: platz zehn für das zweite deutsche paar

Das zweite deutsche Paar, Annika Hocke und Robert Kunkel, landete mit 194,11 Punkten auf dem zehnten Platz. Obwohl sie eine solide Leistung zeigten, reichte es nicht für eine Medaille. Dennoch können sie stolz auf ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen sein. Die Konkurrenz war in diesem Jahr besonders stark.

Kür mit fehlern: hase/volodin verpassen den großen wurf

Für Hase/Volodin ist Bronze die erste olympische Medaille und der bislang größte Erfolg ihrer Karriere. Nach einem fehlerfreien Kurzprogramm mit einem Vorsprung von 4,55 Punkten auf Metelkina/Berulawa schien Gold in Reichweite. Doch in der Kür patzte Hase sowohl in der Kombination als auch beim dreifachen Salchow und verlor entscheidende Punkte. Der Druck war spürbar.

Erste medaille seit 2018: ein historischer erfolg

Mit Bronze holte das in Berlin trainierende Duo die erste deutsche olympische Eiskunstlauf-Medaille seit 2018 in Pyeongchang. Damals hatten Aljona Savchenko und Bruno Massot Gold im Paarlauf gewonnen. Die aktuelle Medaille ist ein wichtiges Zeichen für den deutschen Eiskunstlauf.

Mehr als drei jahre harte arbeit belohnt

„Wir sind sehr glücklich über den ersten Part, aber die großen Emotionen sparen wir uns noch auf“, sagte Hase nach dem Kurzprogramm. Das Paar, das seit über drei Jahren zusammenläuft, hat hart gearbeitet und sich den Traum von einer olympischen Medaille erfüllt. Trainer Dmitri Sawin beschrieb die beiden als „wie ein altes Ehepaar“ – sie kämpfen, diskutieren und lachen gemeinsam.

Volodins weg zum deutschen pass

Einige Monate nach dem Gewinn der Europameisterschaft und der Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft erhielt der gebürtige Russe Volodin den deutschen Pass. Damit stand einem Olympia-Start für das deutsche Team nichts mehr im Wege. Die Saison verlief jedoch nicht immer rund, mit einem zweiten Platz bei der EM in Sheffield.

Ausblick: eine vielversprechende zukunft

Trotz der verpassten Goldmedaille ist der Gewinn der Bronzemedaille ein großer Erfolg für Minerva Hase und Nikita Volodin. Sie haben bewiesen, dass sie zu den besten Paarläufern der Welt gehören und eine vielversprechende Zukunft vor sich haben. Die kommenden Wettbewerbe werden zeigen, wie sie sich weiterentwickeln und ihren Traum vom Olympiagold verwirklichen können.