Minerva hase und nikita volodin: gold-traum bei den olympischen spielen
Neue kür für den olympia-goldtraum
Die Eiskunstläufer Minerva Hase (26) und Nikita Volodin (26) wollen bei den Olympischen Spielen mit einer neuen Kür Publikum und Punktrichter begeistern. Ihr Ziel ist klar: Gold in Mailand am Sonntag und Montag. Das letzte deutsche Paar, das dies schaffte, waren Aljona Savchenko (42) und Bruno Massot (37) im Jahr 2018.

Ein starkes team seit 2022
Obwohl Hase und Volodin erst seit 2022 gemeinsam auf dem Eis stehen, habe sich sofort eine starke Chemie und eine ideale körperliche Ergänzung entwickelt. "Wir ergänzen uns sehr gut: Mini ist sehr genau und strukturiert", erklärt Volodin. "Ich bin lockerer und dadurch bekomme ich mehr Struktur und Plan. Ich stehe jetzt auch früher auf.".
Gegenseitige inspiration
Minerva Hase ergänzt, dass sie sich gegenseitig motivieren. "Nikita ist eine sehr fröhliche und offene Person. Er will viel Neues ausprobieren und hat mich aus meiner Komfortzone geholt. Er hat mir auch ein Stück Gelassenheit geschenkt.". Die Kür dauert rund vier Minuten und ist extrem anstrengend, oft knien die beiden am Ende erschöpft auf dem Eis.
Die kür im detail: schwierige elemente und choreografie
Das Paar wird von den Trainern Dmitri Savin und Knut Schubert betreut. Schubert beschreibt die Kür zur Musik von Max Richter aus dem Album “Memoryhouse”. Sie beginnt in den Knien, mit einer engen Verbindung. Anschließend folgt ein Dreifach-Twist, eines der schwierigsten Elemente im Paarlauf, bei dem Volodin seine Partnerin hochwirft und auffängt. Die Ausführung muss perfekt sein, um die maximale Punktzahl von 6,0 zu erhalten.
Herausforderungen und anpassungen
Ein weiterer kritischer Punkt ist die Sprungkombination aus Dreifach-Toeloop und zwei Doppel-Axeln. "Das sind drei schwierige Sprünge in Kombination, besonders für Paarläufer eine große Herausforderung", so Schubert. Ursprünglich enthielt die Kür einen Dreifach-Wurf-Flip, der aber im Laufe der Saison durch einen sichereren Salchow ersetzt wurde. Auch der dreifache Wurf-Rittberger stellt eine große Herausforderung dar.
Hebefiguren und pirouetten: eleganz und synchronität
Die Hebefiguren sind besonders punkteträchtig, mit einer maximalen Punktzahl von 7,0. Das “Lasso”, bei dem VolodinHase über den Kopf stemmt und dreht, ist dabei besonders spektakulär. Auch die Todesspirale mit drei Umdrehungen erfordert Präzision und Synchronität. Die Paar-Pirouetten müssen elegant und harmonisch sein. Hase betont: “Die Zweisamkeit und die Emotionen im Programm können wir noch verbessern. Wir sind Perfektionisten und finden immer Details, die wir optimieren können.”
Bestleistung und olympia-ambitionen
Beim Grand Prix Finale erreichten Hase und Volodin ihre bisherige Bestleistung von 149,57 Punkten. "Das war die erste fehlerfreie Kür in dieser Saison. Es hat uns einen Moment gebraucht, um zu realisieren, was wir erreicht haben", sagt Hase. Dieses Gefühl möchten sie auch in Mailand erleben. Volodin ist zuversichtlich: “Wir wollen eine Goldleistung zeigen, was dann passiert, sehen wir.” Hase fügt hinzu: “Die Punktrichter können wir nicht beeinflussen.”
