Milan-bosse im umbruch: atalanta-mann d'amico im visier?
Der AC Milan steht vor entscheidenden Weichenstellungen, nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Management. Während die Champions-League-Qualifikation noch ungewiss ist, brodelt es hinter den Kulissen beim Transfermarkt – und das betrifft auch die Position des Sportdirektors. Ein Name fällt dabei immer wieder: Tony D'Amico, der Mann, der Atalanta Bergamo in den letzten Jahren zu finanzieller Stabilität und sportlichem Erfolg geführt hat.

D'amicos erfolgsrezept: nachhaltigkeit und cleverness
D'Amico, 46 Jahre alt, gilt als Spezialist für nachhaltigen Transfergeschäft. Seine Zeit bei Atalanta war geprägt von cleveren Verpflichtungen und lukrativen Transfers. Er verstand es, Spieler zu entdecken, zu fördern und dann mit Gewinn abzugeben – ein Modell, das dem Verein aus Bergamo enorme finanzielle Flexibilität verschaffte. Luca Percassi, der Präsident von Atalanta, würdigte D'Amicos Leistung bereits öffentlich: „Ich habe einen außergewöhnlichen Draht zu ihm. Er hat in den letzten Jahren in Bergamo Großartiges geleistet. Ich danke ihm und bin mir bewusst, dass er, wie auch Spieler, begehrt wird.“
Die Zahlen sprechen für sich: D'Amico war maßgeblich an Verkäufen wie Kumbulla, Rrahmani und Amrabat beteiligt, bei denen Atalanta insgesamt über 60 Millionen Euro einspielte, obwohl die Spieler zusammen weniger als 4 Millionen Euro gekostet hatten. Ein atemberaubender Wert, der die Expertise des Sportdirektors unterstreicht. Auch bei den Neuzugängen bewies er ein gutes Händchen. Spieler wie Ederson, De Ketelaere (ironischerweise vom Milan), Scamacca, Hien und Retegui wurden unter seiner Ägide verpflichtet und entwickelten sich schnell zu wichtigen Säulen der Mannschaft. Besonders der Fall Retegui zeigt D'Amicos Talent: Für 20 Millionen Euro verpflichtet, wurde er für 65 Millionen Euro in die Saudi-Arabische Liga transferiert – ein Paradebeispiel für nachhaltigen Transfergeschäft.
Die Frage ist: Kann D'Amico diese Erfolgsformel auch im San Siro wiederholen? Der AC Milan sucht nach einem Sportdirektor, der die technische Abteilung verstärkt und gleichzeitig die finanzielle Stabilität des Vereins gewährleistet. Nach gescheiterten Experimenten mit anderen Kandidaten könnte D'Amico die ideale Lösung sein. Die Trennung von Tare scheint unausweichlich, und Milan könnte sich nicht besser positionieren, als mit einem Mann, der bereits bewiesen hat, dass er sowohl sportlich als auch finanziell erfolgreich sein kann.
Doch D'Amico ist nicht der einzige Kandidat. Auch Giovanni Manna (Sporting Director von Napoli) und Cristiano Giaretta (ehemals Udinese, aktuell Pafos) werden gehandelt. Die Entscheidung in Mailand dürfte von den Ergebnissen der letzten Saisonspiele und der weiteren Entwicklung der europäischen Qualifikation abhängen. Sollte Milan scheitern, könnte die Suche nach einem neuen Sportdirektor noch dringlicher werden.
Ob D'Amico tatsächlich in Mailand landet, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Er wird sich der Situation mit großem Interesse verhalten und bereit sein, zuzuschlagen, sollte sich die Gelegenheit bieten. Ein Wechsel nach Rom, wo er mit Gian Piero Gasperini wieder zusammenarbeiten könnte, wäre ebenfalls denkbar. Die Zukunft wird es zeigen, aber eines ist klar: Tony D'Amico ist ein Mann, der im italienischen Fußball weiter für Gesprächsstoff sorgen wird.
