Milan: nkunku rettet rosenheimer zukunft – tare am scheideweg?

Genua – Ein Sieg, der mehr als drei Punkte bedeutet: Der AC Milan kämpfte sich am Sonntag in Genua durch, und damit nicht nur die Champions-League-Hoffnungen am Leben, sondern möglicherweise auch die Zukunft von Sportdirektor Igli Tare. Während sich Klubbesitzer Gerry Cardinale ein Bild von der aktuellen Lage machte, stand Tare neben ihm – ein Mann im Wartesaal, dessen Entscheidungen nun stärker denn je unter die Lupe genommen werden.

Nkunku als hoffnungsträger und tare’s überraschungskäufe

Der Mann des Stunden war zweifellos Christo Nkunku. Der Angreifer, den Tare im August für wenig Geld aus Frankreich geholt hatte und der intern lange als Fehltransfer galt, bewies mit seinem Tor, dass er sich gefunden hat. Seine Trefferquote steigt proportional zu dem Vertrauen, das ihm entgegengebracht wird – ein Muster, das sich in den letzten Wochen immer wieder zeigte. Und dann war da noch Athekame, ein weiterer Spieler, der Tare aus der zweiten Liga der Schweiz geholt hat und der ebenfalls traf. Dass auch Ardon Jashari, die vermeintliche Jahrhunderthoffnung, in Genua eine solide Leistung zeigte, trotz eines fatalen Fehlpasses, ist kaum Zufall.

Cardinale’s scharfe kritik und tare’s prekäre lage

Cardinale’s scharfe kritik und tare’s prekäre lage

Die Situation für Tare ist alles andere als komfortabel. Gerry Cardinale, der Eigentümer des Vereins, ließ am Donnerstag verlauten, dass die Milan-Führung in den letzten drei Jahren mehr Geld ausgegeben habe als jeder andere Verein in der Serie A. “Vielleicht haben wir das Geld nicht optimal eingesetzt”, räumte Cardinale ein. Und hier wird es für Tare ernst: Er trägt die Verantwortung für einen dieser kostspieligen Transfersommer. Die Frage ist, ob die Investitionen in Spieler wie Modric, Athekame, Nkunku und Jashari die Erwartungen erfüllt haben. Die Anwesenheit von Massimo Calvelli, einem weiteren Berater Cardinales, in Genua deutet auf eine bevorstehende Bewertung hin.

Jashari’s aufstieg und tare’s ungewisse zukunft

Jashari’s aufstieg und tare’s ungewisse zukunft

Ardon Jashari, der in Genua im defensiven Mittelfeld spielte, zeigte Einsatz und Charakter. Er korrigierte Nkunku bei einer Fehlbewegung und kämpfte um jeden Ball. Obwohl sein Retropass zu einem fast kostspieligen Fehler führte, deutet seine Leistung darauf hin, dass er das Potenzial hat, sich im Milan-Team zu etablieren. Im Gegensatz zu Tare, dessen Zukunft ungewiss bleibt. Unabhängig davon, wie es ausgeht, wird seine Rolle bei den Transfers entscheidend sein.

Die nächsten Tage werden entscheidend sein. Tare wartet auf offizielle Verlautbarungen, während Cardinale die Faktenlage überprüft. Ob Tare die Geduld bewahren und die Entscheidung abwarten kann, bleibt abzuwarten. Die Zeichen stehen jedoch nicht gut für den Sportdirektor, dessen Schicksal nun in den Händen der neuen Führung liegt.