Milan in der torflaute: allegri plantzt experiment!
Ein Schock für die Rossoneri: Der Angriff des AC Mailand ist in einer alarmierenden Krise, während der Erzrivale Inter Mailand förmlich Tore jagt. Die Zahlen lügen nicht: Nur 23 Treffer in 31 Spielen – eine Leistung, die selbst Arsenal und Napoli in den Schatten stellt. Steht der Scudetto für Milan bereits in den Sternen?

Allegri wagt den umbruch: das 3-5-2-system im visier
Nachdem die Offensive in den letzten Wochen reihenweise Chancen vergeben hat – null Tore in Neapel, nur drei gegen Torino, null in Rom – scheint Trainer Max Allegri zu einer drastischen Maßnahme zu greifen. Die Idee: Ein 3-5-2-System, das erstmals seit langer Zeit in der Startelf zum Einsatz kommen könnte. Das bedeutet eine taktische Neuausrichtung und vor allem: Chancen für neue Spieler.
Christian Pulisic und Rafael Leao, die Shootingstars der vergangenen Saison, haben in dieser Spielzeit deutlich aufgeholt. Die Bilanz ist ernüchternd: Leao mit neun, Pulisic mit acht, Nkunku mit fünf, Füllkrug mit einem und Gimenez gar ohne einzigen Treffer. Ein Vergleich mit den Top-Offensiven Europas zeigt das Ausmaß des Problems: PSG, Barcelona, Real Madrid und Inter Mailand liegen deutlich vorne. Milan hat seinen Angriff aus der Erfolgsspur gebracht.
Der Udinese-Gegner von Samstag bietet die perfekte Gelegenheit für das Experiment. Ein Heimspiel gegen eine Mannschaft aus der Tabellenmitte, bei der die schnellen Außenspieler leichte Vorteile haben könnten. Die Frage ist nur: Wer wird in der neuen Dreierreihe Sturm spielen? Giménez ist in der Verfassung eine Wundertüte, während Füllkrug als robuster Stoßstürmer eine ernstzunehmende Option darstellt.
Nkunku könnte, um Platz zu machen, auf die Außenbahn weichen. Saelemaekers, ein unermüdlicher Kämpfer, könnte das Sorgenkind sein, wenn Allegri ihn als rechten Verteidiger einsetzen sollte. Ein Wechsel, der ihm jedoch kurzfristig nichts anhaben wird: Ein sonniger Nachmittag im San Siro ist für jeden Spieler eine willkommene Abwechslung.
Die Wahrheit ist: Milan braucht dringend neue Impulse. Die Vergangenheit zeigt, dass die Offensive in der Lage ist, mehr zu leisten. Im Vorjahr waren Pulisic und Reijnders noch in Doppelzahl, und im Jahr davor traf Giroud 13 Mal, Leao 12. Die Zeiten, in denen die Rossoneri ihre Gegner mit spielerischer Eleganz und Torgefahr dominierten, scheinen weit entfernt.
Doch es gibt Hoffnung. Die Spieler sind hungrig, der Trainer entschlossen. Und die Fans stehen geschlossen hinter ihrer Mannschaft. Die Partie gegen Udinese wird zeigen, ob Milan den Turnaround schaffen kann. Denn eines ist klar: Nur mit Toren kann der Scudetto zurück nach Mailand kommen.
