Milan holt neuen sportdirektor: d’amico steht vor wechsel!
Der AC Milan rückt näher an die Verpflichtung von Tony D’Amico als neuen Sportdirektor. Nach Gesprächen vor einem Jahr von Giorgio Furlani scheint der Atalanta-Mann die erste Wahl für die Position ab der Saison 2026/27 zu sein – sofern Gerry Cardinale, der Eigentümer, sein Einverständnis gibt. Ein Wechsel, der die Mailänder Fußballwelt aufmischt und Fragen aufwirft: Was sind D’Amicos Stärken und Schwächen? Und warum leidet er jedes Jahr im September?
Ein mann, der aus dem nichts kam
D’Amicos Aufstieg ist bemerkenswert. Der 46-jährige, der zuvor als Mittelfeldspieler bei Vereinen wie Cavese und Foggia aktiv war, schien zunächst eine Karriere als Co-Trainer anzustreben. Doch Fabio Pecchia, damals Co-Trainer bei Neapel, erkannte sein Talent und empfahl ihn als Scout beim FC Bologna. Dieser Schritt veränderte sein Leben. Von dort aus ging es weiter zum FC Verona und schließlich zu Atalanta, wo er sich einen Namen als fähiger Sportdirektor machte. Die Transfers, die er verantwortet hat, sprechen für sich.

Die september-fieber-mysterie
Ein ungewöhnliches Detail umgibt D’Amico: Jedes Jahr, nach dem Ende des Transferfensters, wird er krank. „Jedes Jahr, am 2. September, bekomme ich Fieber, manchmal bis zu 40 Grad“, gestand er in einem Interview. Ein typische körperliche Reaktion nach Monaten intensiver Arbeit und Anspannung. Wer ihn kennt, berichtet von einem Mann, der sich leidenschaftlich in den Transfermarkt vertieft, aber wenig Wert auf Entspannung legt.

Der unauffällige taktiker
Als Spieler war D’Amico ein laufstarker Mittelfeldspieler, der jedoch vor allem für seine Streitereien bekannt war. „Ich war ein Romantiker, der mit jedem streiten konnte, sogar mit meinen Mitspielern“, gab er zu. Diese Eigenschaft muss er im Mailänder Umfeld in konstruktive Zusammenarbeit umwandeln – etwas, zu dem ihn seine Erfahrung bei Atalanta bereits befähigt hat. Er bevorzugte Leo Junior als Idol und Paulo Sousa als Lieblingsspieler der 90er – beide intelligente und kreative Mittelfeldspieler.

Die zigarren-sucht
Ein weiteres Kennzeichen von Tony D’Amico ist seine Zigarrensucht. „Ich rauche zu viele Zigarren, besonders während des Transferfensters“, scherzte er. Berichte besagen, dass er einst 13 Stunden in einem Hotelzimmer in Mailand verbrachte, um einen Transfer über die Ziellinie zu bringen – vermutlich mit einer Zigarre in der Hand. Wie wird ein möglicher neuer Trainer Sarri damit umgehen? Die Frage bleibt offen.
Die Verpflichtung von Tony D’Amico wäre ein klares Signal des AC Milan, einen erfahrenen und fähigen Sportdirektor zu installieren. Ob er die Herausforderung meistern kann, wird die Zukunft zeigen. Aber eines ist sicher: Langweilig wird es mit ihm nicht.
