Mikaela shiffrin: vom olympia-druck zum gold-comeback – ihr mentales geheimnis

Olympia und der mentale druck

Mikaela Shiffrin, die US-Ski-Ikone, hat in einem Podcast mit Kylie Kelce offen über den immensen psychischen Druck gesprochen, den sie früher im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen verspürte. Sie verrät, wie intensiv ihre mentale Vorbereitung auf die Winterspiele war – eine Vorbereitung, die weit über das Training auf der Piste hinausging und sich vor allem im Kopf abspielte.

Vier spiele, eine entwicklung

Vier spiele, eine entwicklung

“Meine Olympischen Erfahrungen waren so unglaublich unterschiedlich. Jetzt sind es vier, und ich bin mir gerade sehr bewusst, wie viel Arbeit hineingeflossen ist – eigentlich nicht in die Medaille –, sondern in die Arbeit, überhaupt am Renntag da zu sein und mit der Mentalität und dem Skifahren aufzutreten, das ich zeigen wollte”, erklärte Shiffrin. Die 38-Jährige betont, dass es primär darum ging, überhaupt an den Start zu gehen und ihr volles Potential abzurufen.

Die rolle der psychologie

Die rolle der psychologie

Ein entscheidender Faktor für ihr mentales Comeback war die intensive Zusammenarbeit mit einem Psychologen. “Sogar in diesem Sommer habe ich unzählige Gespräche mit meinem Psychologen geführt, über all die unterschiedlichen Gefühle rund um Olympia, und darüber, mich gegenüber dem Wort zu desensibilisieren, die Stimmung zu imaginieren, die Farben zu visualisieren.” Diese Arbeit half ihr, die negativen Emotionen zu bewältigen und eine positive Einstellung zu entwickeln.

Die dunkle seite des erfolgs

Die dunkle seite des erfolgs

Shiffrin sprach auch offen über die Schattenseiten des Erfolgs. Obwohl sie 2018 Gold im Riesenslalom gewann, reichte es im Slalom „nur“ zu Platz vier. Dies führte zu heftiger Kritik in den sozialen Medien. “Ich habe Kommentare gesehen wie: ‚Komm nicht nach Hause. Du bist in den USA nicht mehr willkommen.‘ Das war das erste Mal, dass ich die dunkle Seite davon gesehen habe.”

Der weg zurück an die spitze

Nach einer enttäuschenden Leistung 2022 in Peking schlug Shiffrin in Mailand-Cortina 2026 eindrucksvoll zurück und gewann im Slalom. Dieser Sieg war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück an die Spitze. Die Freude darüber war groß, wie Bilder auf Instagram von @teamdeutschland zeigten.

Die kurzlebigkeit des erfolgs

Shiffrin reflektierte auch über die eigentümliche Natur des Leistungssports: “Man verbringt so viel Zeit mit all der Arbeit und dem Training für etwas, und dann dauert der Moment, in dem es passiert, 47 Sekunden oder ist wie ein Wimpernschlag – und das ist einfach wirklich seltsam.” Die Jahre der Vorbereitung kulminieren in Sekundenbruchteilen des Wettkampfs.

Kein rücktritt in sicht

Trotz aller Herausforderungen denkt Mikaela Shiffrin nicht an einen Rücktritt. “Ich gehe jeden Tag zum Training und ich liebe es”, sagte sie. “Ich liebe Skifahren, ich liebe Training und ich liebe es, zu üben.” Ihr Ziel ist die sechste große Kristallkugel im Gesamtweltcup, und sie scheint entschlossen, dieses Ziel zu erreichen.