Michelle gisin: kampfgeist nach dem st. moritzer schock!
Michelle Gisin, die zweifache Olympiasiegerin, trotzt ihrer schweren Verletzungen und arbeitet hart an ihrem Comeback. Der Sturz in St. Moritz im Dezember 2025 hätte sie fast das Leben gekostet – nun blickt sie entschlossen nach vorne.
Ein albtraum aus knochenbrüchen und nerven
Die Bilder des Sturzes in St. Moritz waren schockierend. Was viele nicht wussten: Gisin entging nur knapp einem traumatischen Ausgang. „Es hätte viel schlimmer kommen können“, gestand sie im Gespräch mit dem „Blick“. Die Liste ihrer Verletzungen liest sich wie ein Albtraum: Kreuz- und Innenbänder im Knie gerissen, zwei Sehnen in der Schulter beschädigt, die rechte Hand zertrümmert – „drei Finger sind auch jetzt noch taub“, so Gisin. Am beängstigendsten war jedoch die Verletzung der Halswirbelsäule, wo sich ein Knochensplitter zwischen zwei Nervenwurzeln verkeilte und ihr Rückenmark bedrohte.
Die Ärzte konnten den Splitter, wie sie selbst sagte, „wie ein Buch aus dem Regal“ ziehen. Es folgten zwölf Stunden unter Vollnarkose und ein mühsamer Weg der Rehabilitation. Gisin verlor in der Klinik über acht Kilo – ein halbes Kilo pro Tag. Die Kraft kommt langsam zurück, aber der Weg ist noch weit.

Rückkehr auf die piste: ein ziel, ein traum
Aktuell trainiert Gisin vorsichtig an ihrer Rückkehr im Kraftraum der Sportmittelschule Engelberg, wo ihre Karriere begann. „Ich will wieder auf die Ski. Ein paar Riesenslalomtore fahren. Dann weiss ich, ob ich zurückkehren kann und will“, erklärt sie mit unerschütterlichem Willen. Eigentlich stand der Rücktritt nach den Olympischen Winterspielen in Cortina 2026 bereits in den Sternen. Doch der Schicksalsschlag hat ihr eine neue Perspektive eröffnet und ein neues Ziel gesetzt: die Heim-WM 2027 in Crans-Montana.
Gisin ist sich noch nicht sicher, ob sie als Athletin oder als Botschafterin an den Weltmeisterschaften teilnehmen wird, aber eines ist gewiss: Sie wird in Crans-Montana dabei sein. Ihre Entschlossenheit und ihr unbändiger Wille sind beeindruckend und beweisen, dass selbst die schwersten Rückschläge nicht unüberwindbar sind.
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