Michael köllner übernimmt bw linz: kampf gegen den abstieg in der österreichischen bundesliga
- Michael köllner übernimmt bw linz: kampf gegen den abstieg in der österreichischen bundesliga
- Neuanfang in österreich: eine herausforderung
- Was reizt den trainer an dieser aufgabe?
- Erste eindrücke und die bedeutung der defensive
- Nico mantl: verstärkung für das tor
- Teamgeist und realismus
- Verantwortung und tradition
- Zukunftsperspektiven und vabanquespiel?
Michael köllner übernimmt bw linz: kampf gegen den abstieg in der österreichischen bundesliga
Es war ruhiger um Michael Köllner geworden. Nach seiner vorzeitigen Entlassung in Ingolstadt im Jahr 2024 ist der ehemalige Bundesliga-Trainer des 1. FC Nürnberg (2017 bis 2019) nun als neuer Coach beim Tabellenletzten BW Linz in Österreich tätig. Sein Debüt im Pokal verlor er knapp mit 2:3 gegen den LASK, jetzt geht es wieder in der Liga um Punkte. Von der deutschen zur österreichischen Bundesliga: Michael Köllner soll BW Linz zum Klassenerhalt führen.
Neuanfang in österreich: eine herausforderung
„Es fühlt sich gut an, wieder an der Seitenlinie zu stehen“, erklärte Herr Köllner. „Aber es ist auch für mich eine Umstellung von 0 auf 100, die mich vor allem in den ersten Tagen extrem gefordert hat.“ BW Linz hat derzeit vier Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz, aber die Abstiegsrunde bringt eine Halbierung der Punkte mit sich, was den Abstand verringert. Der Klassenerhalt ist also keine unlösbare Aufgabe, aber er wird sehr knifflig.

Was reizt den trainer an dieser aufgabe?
„Die Aufgabe ist zweifellos sehr schwierig“, räumt Köllner ein. „Aber in der Mannschaft steckt definitiv mehr Potenzial, als sie bisher abgerufen hat. Das sehe ich jeden Tag.“ Natürlich brauche es auch Glück, aber der Klassenerhalt sei auf jeden Fall machbar. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni und ist somit direkt an den Klassenerhalt gekoppelt. „Der Verein und ich haben uns darauf verständigt, dass mein Verbleib nur sinnvoll ist, wenn wir in der Bundesliga bleiben.“

Erste eindrücke und die bedeutung der defensive
Der Pokalauftritt und die bisherigen Eindrücke haben positive Hoffnungen geweckt. „Wir haben im Pokal-Derby 2:0 geführt, aber der Gegner war auch sehr gut und hat uns alles abverlangt.“ Die Schlagworte für die kommenden Wochen und Monate lauten: Arbeit und Entwicklung. Köllner betont die Notwendigkeit, die Defensive zu stabilisieren. Er sieht aber bereits Fortschritte und hofft, mit dem neuen Torwart Nico Mantl die Null öfter zu halten.
Nico mantl: verstärkung für das tor
Die schwere Verletzung von Viktor Baier war ein Rückschlag in der Vorbereitung. Mit Nico Mantl konnte aber ein sehr guter Torwart verpflichtet werden, den Köllner bereits aus seiner Zeit bei Haching kennt. Mantl soll die Defensive stabilisieren und dem Team helfen, wichtige Punkte zu holen. Er wird eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den Abstieg spielen.
Teamgeist und realismus
Spieler wie Simon Pirkl loben die positive Energie und den Optimismus, die Köllner ins Team bringt. Der Trainer ist sich aber bewusst, dass er die Spieler motivieren muss, ohne dabei die Realität der Tabelle zu verleugnen. Er hat bereits klare Gespräche geführt und einigen Spielern deutlich gemacht, dass ihre Einsatzchancen im Moment begrenzt sind. Das sei zwar nicht schön, aber notwendig, um erfolgreich zu sein.
Verantwortung und tradition
BW Linz ist ein Traditionsverein mit einer leidenschaftlichen Anhängerschaft. Köllner spürt diese Verantwortung und möchte dem Verein gerecht werden. Er erinnert an die glorreiche Vergangenheit, in der der Klub im Europacup spielte und sogar Spieler wie Hugo Sanchez in seinen Reihen hatte. Nach dem Aus in Ingolstadt habe er schnell wieder ein Angebot bekommen, aber keines habe ihn wirklich gepackt. In Altach, wo sein ehemaliger Klub Nürnberg mit Miro Klose als Trainer antritt, schließt sich der Kreis nun ein wenig.
Zukunftsperspektiven und vabanquespiel?
„Ich denke nicht in Worst-Case-Szenarien, das wäre fatal“, sagt Köllner. Er geht davon aus, dass er der richtige Mann am richtigen Ort ist. Die Zeit zum Durchschnaufen und zur Weiterbildung war wertvoll für ihn. Ob das Engagement in Linz ein Vabanquespiel für seine Trainerkarriere ist, will er nicht diskutieren. Er konzentriert sich auf die Gegenwart und darauf, mit BW Linz den Klassenerhalt zu schaffen.
