Miami p1 2026: galán und chingotto fegen king-size-bonus weg, perlamita lacht erstmals
Der Miami Beach Convention Center bebte, die Kasse klingelte. Fede Galán und Juan Lebró Chingotto schlugen in der Final-Nacht von Premier Padel nicht nur Coello/Tapia, sie rissen sich auch 51 000 Euro an Preisgeld unter den Nagel – und mit einem Schlag die Krone der Weltrangliste zurück.
Perlamita findet den sweet spot
Bea González und Paula Josemaría hatten vorher schon bewiesen, dass ihr Projektname mehr ist als Instagram-Hashtag. 34 000 Euro kassierten sie für ihren ersten Titel 2026, aber die Zahl ist Nebensache. Entscheidend: Sie schickten Triay/Brea mit 6-2, 7-5 nach Hause und beendeten die Debatte, ob ihre Spielphilosophie überhaupt funktioniert. Funktioniert sie. Mit Tempo, mit Druck, mit einem Aufschlag, der selbst die Hallendecke aus den Angeln hebt.
Die Jungs holten sich dagegen alles, was zu holen war. Galán, der Mann aus Madrid, schrieb via Instagram nur ein Wort: „De vuelta“. Zurück. Gemeint ist die Spitze, gemeint ist die Macht. Chingotto, der kleine Panzer aus Olavarría, servierte im Matchball einen Aufschlag, der noch in Key West ankam. 25 500 Euro pro Kopf – so viel kassierte noch nie ein P1-Sieger in Miami. Die Tabelle lügt nicht.

Die gehaltsliste, die niemand offenlegt
Premier Padel veröffentlicht die Brutto-Beträge, aber was wirklich auf dem Konto landet, wissen nur die Spieler und ihre Agenten. Die 474 500 Euro Gesamt-Pool klingen nach Lotterie, doch schon im Achtelfinale schrumpft der Lohn auf 2 625 Euro. Wer dort scheitert, fliegt mit einem Plus heim, das bei zwei Wochen Trainingsblock in Buenos Aires bereits wieder weg ist. Die Message ist klar: Nur die, die bis Sonntag durchhalten, können vom Preisgeld leben.
Die US-Stufe ist damit abgehakt, der nächste Stopp ist Kairo. Die Ägypter haben den Court bereits verlegt, die Sandsäcke stehen bereit. Für Galán und Chingotto heißt es: Schon wieder Finaldruck. Für Josemaría und González: Endlich Dauerbrenner statt Feuermelder. Und für uns Zuschauer: Das nächste Mal wird noch lauter geschrien, noch härter geschlagen – und noch mehr Geld verteilt. Der Sport nimmt kein Blatt vor den Mund, warum sollten wir?
