Mexikos wm-traum 2026: kann aguirre die 'tri' endlich zum erfolg führen?
Ein kollektives Aufatmen geht durch Mexiko: Die Heim-WM 2026 wirft ihren langen Schatten voraus. Doch während die Euphorie steigt, bleibt die Frage, ob Javier Aguirre endlich die jahrzehntelange Durststrecke beenden und die 'Tri' in die Weltelite führen kann. Die Herausforderung ist immens, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ein erfahrener coach unter druck
Javier Aguirre, ein Mann, der die mexikanische Fußballszene wie kaum ein anderer kennt, steht erneut vor der Aufgabe, eine konkurrenzfähige Mannschaft zu formen. Er weiß, wie schwer der Druck auf dem aztekischen Bank ist – ein Druck, der viele Trainer bereits gebrochen hat. Doch Aguirre ist ein Überlebenskünstler, ein Taktiker, der seine Mannschaften oft wider Erwarten weit bringt.
Parallel dazu wird das Debüt des belgischen Trainers Hugo Broos bei der WM aufhorchen lassen. Mit 74 Jahren und 62 Tagen wird er zum zweiten ältesten Trainer in der Geschichte der Weltmeisterschaften. Broos bringt Erfahrung und eine beruhigende Präsenz mit, die seiner Mannschaft in entscheidenden Momenten helfen könnte. Sein Erfolg mit Kamerun (Copa África de Naciones 2017) und seine solide Arbeit mit Südafrika (dritter Platz 2023) sprechen für sich. Insbesondere die Defensive Südafrikas war beeindruckend: Nur Costa Elfenbein und Tunesien ließen in der CAF-Qualifikation weniger Gegentore zu.
Teboho Mokoena, der Dreh- und Angelpunkt im südafrikanischen Mittelfeld, ist einer der Schlüsselspieler. Seine Fähigkeit, Bälle zu erobern, das Spiel zu kontrollieren und mit präzisen Pässen aus der Distanz zu überraschen, macht ihn zu einer ernsthaften Bedrohung für jeden Gegner. Doch Südafrikas WM-Bilanz ist bescheiden – drei Teilnahmen, nie über die Gruppenphase hinaus. Jedes Spiel endete mit Toren, was gegen technisch stärkere Gegner wie Mexiko oder Südkorea zu einem Problem werden könnte. Die Mannschaft muss in der Lage sein, auch unter Druck zu verteidigen.
Ein junger Hoffnungsträger ist Oswin Appollis vom Orlando Pirates. Der flinke und trickreiche Flügelspieler ist in der Lage, durch konstante Gefahr zu erzeugen und wird zur offensiven Referenz für Broos' Team. Seine vier Assists in der Qualifikation waren die meisten eines südafrikanischen Spielers, und seine sechs Torbeteiligungen verdoppelten die des zweitbesten. Er schaffte es, 18 Torschüsse für seine Mitspieler zu produzieren – eine beeindruckende Zahl, die seine Kreativität unterstreicht.
Die Erwartungen an Mexiko sind hoch, und der Druck, im eigenen Land zu bestehen, enorm. Aguirre muss die Balance zwischen Erfahrung und jugendlichem Elan finden, um das Potenzial der Mannschaft voll auszuschöpfen. Die WM 2026 ist nicht nur eine Chance, sondern auch eine Verpflichtung. Eine Verpflichtung, die 'Tri' endlich wieder an die Weltspitze zu führen. Die Zeit der Versprechen ist vorbei – nun gilt es, Taten sprechen zu lassen.
