Mexiko entzaubert außenseiter: jamaika und bolivien kassieren ticket-killer
Die erste Runde des interkontinentalen Play-offs in Mexiko war ein mörderisches Spiegelkabinett für Underdogs: Kein Happy End für Neukaledonien, kein Märchen für Suriname. Die Inselträume platzten binnen 90 Minuten, die Favoriten zogen die Karten neu.
Stefan Fischer, TSV Pelkum Sportwelt
Jamaikas leon bailey schickt neukaledonien nach hause
Der Weltranglisten-150. hatte auf ein Wunder gesetzt, doch Bailey Cadamarteri traf schon nach 18 Minuten. Die Partie selbst war so arm an Highlights, dass selbst die mexikanischen Trommeln irgendwann verstummten. Jamaika muss nun am Dienstag (22.00 MEZ) gegen die DR Kongo ran – der Sieger landet in Gruppe K mit Portugal, Kolumbien und Usbekistan.

Suriname verspielt führung – bolivien dreht auf
Liam van Gelderen schien den ehemaligen niederländischen Kolonien den ersten WM-Traum seit 1978 zu wühlen, doch Moises Paniagua und Miguelito (Foulelfmeter) schlugen in der Schlussphase zweimal zu. Jean-Paul Boetius und Melayro Bogarde, einst Bundesliga-Profis, verließen den Platz mit hängenden Köpfen. Sheraldo Becker kam in der 84. Minute, aber selbst seine Sprinterqualitäten reichten nicht mehr.
Jetzt wartet auf Bolivien der Irak – ein Sieg am Mittwoch (5.00 MEZ) würde die Südamerikaner in eine Hammergruppe mit Frankreich, Norwegen und Senegal schicken. Für Suriname bleibt nur die Erkenntnis: Ein Tor reicht nicht, wenn die Abwehr nachlässt.
Die Bilanz nach Tag eins: zwei Außenseiter ausgeschaltet, zwei Favoriten auf Kurs. Das Turnier in Mexiko ist noch jung, aber die Moral ist schon klar – wer träumt, muss auch abliefert.
