Meuselwitz bangt: abstiegskampf, pokalfinale & trainer-zukunft!

ZFC Meuselwitz – aktuell ein Drauf-und-Drauff-Klub. Während der Abstiegskampf in der Regionalliga Nordost die Nerven blanklegt, wartet das süße Duell um den Thüringer Pokalfinale auf die Elf von Georg-Martin Leopold. Und mittendrin: die Frage nach der Trainer-Zukunft, die für Unruhe sorgt.

Die knappe klinge über dem abgrund

29 Punkte sind es, die der ZFC Meuselwitz aktuell auf dem Konto hat – ein Betrag, der im Vorjahr bei Saisonende nicht für den Verbleib in der Regionalliga gereicht hätte. Der FC Eilenburg rettete sich damals dank einer besseren Tordifferenz. Meuselwitz hatte damals deutlich mehr Zähler, doch der Klassenerhalt gelang auch. Jetzt steht die Mannschaft erneut vor der Herausforderung, sich den Verbleib zu sichern. Das Nachholspiel gegen den BFC Preußen endete am Mittwoch frustrierend mit 2:3. Ein früher Führungstreffer durch Florian Hansch (sein bereits zehntes Saisontor) ließ Hoffnungen aufkommen, doch die Berliner zeigten eine beeindruckende Antwort und drehten die Partie. Luis Fischer gelang zwar der Anschlusstreffer, doch am Ende blieb es beim hasenwilden Ergebnis.

„Es fällt mir schwer, diese Niederlage zu erklären“, gestand Leopold nach dem Spiel. „Wir haben 75 Minuten gut gespielt, und 15 schlecht. Beim Stand von 1:0 wollten wir die Sache endgültig abschließen, haben es aber nicht geschafft und danach eine Viertelstunde lang nichts mehr auf die Kette bekommen.“ Ein vergebens bemühter Konter, bei dem Christoph Pauling den entscheidenden Pass verwarf, verdeutlichte die verpasste Chance.

Leopolds zukunfts-poker: bleibt er oder geht er?

Leopolds zukunfts-poker: bleibt er oder geht er?

Noch brisantere Nachrichten als der Abstiegskampf beschäftigen die Fans: Trainer Leopold hat seinen Vertrag noch immer nicht verlängert. Seine bisherigen Erfolge – zwei 11. Plätze und das dritte Mal in Folge das Erreichen des Thüringer Pokalfinales – sprechen für seine Arbeit. Doch seine Vergangenheit bei Jena und Erfurt lässt Spekulationen aufkommen. Könnte Leopold bei einem seiner ehemaligen Vereine auf ein attraktiveres Angebot stoßen? Er hatte bereits in der Winterpause angedeutet, dass seine Entscheidung von der zukünftigen Ausrichtung des Vereins abhängen würde – ein Hinweis darauf, dass er mehr als nur den Klassenerhalt anstrebt. Mit 49 Jahren im Sommer steht er möglicherweise an einem Scheideweg seiner Karriere.

Am Samstag geht es gegen den Halleschen FC. Personell fehlen dem ZFC Trübenbach (nach Knieoperation), Pilger, Kaymaz und Raithel. Die Partie wird entscheidend für die Moral der Mannschaft sein und möglicherweise den Ausschlag für Leopolds Entscheidung geben.

Die Saison 2024/25 ist für Meuselwitz ein Balanceakt zwischen Abstiegssorgen, Pokalträumen und der Frage, wer das Ruder in Zukunft halten wird. Ein Balanceakt, der die Fans auf Trab hält und die Spannung bis zum Schluss garantiert.