Mets' torfreue verblasst: elfmeter-drama gegen köln!

Karol Mets, der Held von gestern, wurde am Freitagabend zum tragischen Protagonisten eines dramatischen Spielendes. St. Pauli trennte sich 1:1 vom 1. FC Köln, und Mets' Rolle in dieser Partie wird lange nachhallen – nicht wegen seines ersten Tores für die Kiezkicker, sondern wegen eines umstrittenen Elfmeters, den er verursachte.

Die kurze freude am führungstreffer

Die kurze freude am führungstreffer

Rund 20 Minuten vor dem Abpfiff war die Stimmung im Volksparkstadion ausgiebig. Mets hatte per Kopf das lange erwartete 1:0 für St. Pauli erzielt, in einem Kellerduell, das für die Hamburger unbedingt gewonnen werden musste. Der Jubel war grenzenlos, die Hoffnung auf einen Befreiungsschlag schien greifbar. Doch das Schicksal hatte andere Pläne.

Denn nur wenige Minuten später war es Mets erneut, der für die Wende sorgte. Ein Foulspiel an Kölns Jakub Kaminski führte zum Elfmeter, den Anthony Modeste eiskalt verwandelte. Ein Moment, der die Freude der Fans jäh beendete und einen Sturm der Entrüstung auslöste.

Die strittige Szene: Kontakt vor Foul?

Mets selbst sieht die Situation anders. „Der Ball wäre ins Aus gegangen, und ich hatte keine Chance, ihn zu spielen“, erklärte er in der Mixed Zone. „Es war sehr ungeschickt von mir, so auf den Ball zu gehen.“ Er ist überzeugt: „Wenn ich auf meinen Füßen geblieben wäre, wäre die Situation vorbei gewesen. Kaminski hat sein Bein gut reingestellt und den Kontakt genommen. Es war ein Elfmeter.“

Doch Coach Fabian Blessin widersprach vehement. Nach der Partie zeigte der Videoanalyst Bilder, die den Kontakt zwischen Kaminskis Fuß und Mets' Wade vor dem eigentlichen Foul zeigten. „Zuerst habe ich gedacht, dass der Kontakt klar erst von Karol ausging und es ein klarer Elfmeter war. Der Fuß von Kaminski geht aber erst in Karols Wade, dadurch ist es für mich kein Foul“, erklärte Blessin, der sich bemühte, seine Kritik an den Schiedsrichtern zu mäßigen. „Das Schiedsrichtergespann muss ich loben, sie haben es gut gemacht. Der VAR hat aus meiner Sicht ein bisschen Probleme gehabt, die richtige Szene zu zeigen.“

Die Diskussion wird weitergehen, denn es bleibt fraglich, ob Kaminskis Berührung an Mets' Wade tatsächlich nur ein Kontakt oder bereits ein Foulspiel war.

Mets selbst scheint von der Situation zutiefst betroffen. „Ich freue mich getroffen zu haben, aber ich wollte unbedingt dieses Spiel gewinnen“, gestand er. „Ich war ungeschickt. Mit meiner Erfahrung muss ich das besser machen.“ Ein bitteres Statement eines Spielers, dessen Torfreude im Schatten eines folgenschweren Fehlers steht.

Die Parallele ist unübersehbar: Mets, der Retter, wird zum unglücklichen Verursacher. Ein Abend voller Kontraste, der die Achterbahnfahrt der Emotionen beim FC St. Pauli auf den Punkt bringt. Und die Frage bleibt: Kann sich das Team von diesem Rückschlag erholen und den Abstiegskampf erfolgreich fortsetzen?