Metallica verjagt gc: zürcher traditionsklub droht heimspiel-exil

Der Grasshopper Club Zürich steht vor dem nächsten Desaster. Weil Metallica am 23. Mai den Letzigrund blockiert, muss das mögliche Barrage-Heimspiel des Rekordmeisters erneut ins Exil – und diesmal fällt sogar die Rettungsinsel Lugano flach.

Warum cornaredo diesmal tabu ist

Die Tessiner Behörden haben kurzfristig abgesagt. Nach den Ausschreitungen einiger GC-Fans beim Cup-Halbfinale gegen den FC Basel will die Kantonspolizei Tessin keine erneute Risikobegegnung im Stadio di Cornaredo genehmigen. Ein Schlag ins Kontor für Sportchef Mathias Walther, der bereits nach Alternativen sucht.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Acht Punkte Vorsprung auf den FC Winterthur, sieben Rückstand auf den FCZ – der Club wird voraussichtlich Tabellen-Vorletzter und muss zum dritten Jahr in Serie in die Barrage. Letztmals rettete ein 4:0 in Lugano den Klassenerhalt. Diesmal? Offen.

Einigung auf heimrechtstausch bleibt letzte option

Einigung auf heimrechtstausch bleibt letzte option

Verbleibende Varianten: Entweder findet man rasch ein neutrales Stadion – St. Gallen, Bern oder Basel stehen theoretisch bereit – oder man tauscht mit dem potenziellen Gegner aus der Challenge League das Heimrecht. Dann könnte GC das Hinspiel auswärts bestreiten und das Rückspiel, sollte es die Liga und die Behörden genehmigen, im Letzigrund austragen. Die Uhr tickt: In wenigen Wochen steht die Entscheidung an.

Der Verein schweigt bislang zu konkreten Gesprächen. Doch intern ist man sich einig: Ohne Heimvorteil wird die Mission Klassenerhalt noch schwieriger. Die Fans wittern das nächste Déjà-vu – und fragen sich, wie lange der einstige Schweizer Meister noch zwischen Erste und Zweite Liga pendeln will.