Messi-statue in kalkutta demontiert – sicherheitsbedenken schüren debatte

Ein monumentales Denkmal an Fußballstar Lionel Messi, das in Kalkutta errichtet wurde, musste überraschend abgebaut werden. Die 21 Meter hohe Statue, die den Weltmeister mit dem begehrten Pokal zeigt, warf Bedenken hinsichtlich der Stabilität auf und wurde nach Beschwerden von Anwohnern entfernt.

Die windlast als auslöser für die evakuierung

Die windlast als auslöser für die evakuierung

Laut Sharadwat Mukherjee, einem Lokalpolitiker, sei die Entscheidung zur Entfernung am Montagnachmittag gefallen. “Die Nachbarn äußerten Bedenken, dass die Figur durch den Wind gefährlich zum Wanken geriete”, erklärte Mukherjee gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Der Abbau gestaltete sich aufgrund der enormen Größe des Monuments schwierig und erforderte den Einsatz mehrerer hydraulischer Kräne.

Die Errichtung der Messi-Statue im Dezember letzten Jahres, zeitgleich mit einem Besuch des argentinischen Superstars in Indien, hatte bereits für Aufsehen gesorgt. Das Projekt war von Mamata Banerjee, der damaligen Regierungschefin des Bundesstaates Westbengalen, vorangetrieben worden. Der politische Wechsel an die Spitze, mit Narendra Modi und seiner BJP-Partei, hat nun alteingesessene Kritik wiederbelebt.

Die Kontroverse reicht bis in die höchsten politischen Kreise. Der aktuelle Sportminister der BJP bezeichnete die Skulptur öffentlich als “ästhetisch fragwürdig” und kritisierte die Darstellung Messis, der den Weltpokal in den Himmel reckt. Die Kosten für das Projekt, die sich auf schätzungsweise 400.000 Euro beliefen, wurden ebenfalls heftig diskutiert.

Was oft übersehen wird, ist die symbolische Bedeutung der Statue. Sie sollte nicht nur Messi ehren, sondern auch den Enthusiasmus für Fußball in Indien widerspiegeln, einem Land, das traditionell vom Cricket dominiert wird. Die abrupte Entfernung wirft die Frage auf, ob politische Interessen die Wertschätzung für sportliche Leistungen überschatten.

Die Geschichte der Messi-Statue in Kalkutta ist somit mehr als nur eine Anekdote über ein missglücktes Kunstprojekt. Sie ist ein Spiegelbild politischer Spannungen und kultureller Prioritäten in Indien – und erinnert daran, dass selbst die größten Helden des Sports nicht vor politischen Windstürmen gefeit sind.