Messi-skandal bei der wm: rotgesicht statt rekord?
Lionel Messi hat bei Argentiniens dominantem 3:0-Erfolg gegen Algerien nicht nur den historischen Ausgleich zum WM-Torrekord von Miroslav Klose markiert, sondern auch für Kontroversen gesorgt. Eine fragwürdige Szene im ersten Durchgang lässt Fans und Experten gleichermaßen fassungslos zurück: Messi hätte vom Platz gestellt werden müssen.
Ein foul, das schockiert
In der 32. Minute kam es zu einem Zweikampf zwischen Messi und Aissa Mandi von Lille. Messi foultierte seinen Gegenspieler, wobei er mit der offenen Sohle von hinten auf Mandis Achillessehne trat – ohne jeglichen Ballkontakt. Der argentinische Superstar entschuldigte sich zwar, doch die Bilder zeigen deutlich die Brutalität des Tritts. Dass er dafür nicht einmal die Gelbe Karte erhielt, sorgte sofort für Empörung.
Die Situation ging viral und die Diskussionen kochten hoch. Zahlreiche Fans äußerten sich in den sozialen Medien über Messis Glück, nicht vom Platz geflogen zu sein. Auch im österreichischen Fernsehen wurde das Foul scharf kritisiert. Ex-Nationalspieler Herbert Prohaska meinte im ORF eindeutig: „Mit offener Sohle ist das normalerweise Rot.“ Sein Kollege Andreas Ivanschitz stimmte zu und sprach vom „Messi-Bonus“, der dem Superstar offenbar immer wieder zugute kommt. Auch die Experten der ARD waren sich einig: Philipp Sohmer betonte die Heftigkeit des Tritts und Thomas Hitzlsperger hielt fest, dass Messi mindestens eine Gelbe Karte verdient gehabt hätte. Ein Tritt in die Wade, der hätte Konsequenzen haben müssen.

Dreierpack trotz fragwürdigen spiels
Trotz dieses fragwürdigen Moments präsentierte sich Messi in der zweiten Halbzeit von seiner besten Seite. Ein Fehler von Algeriens Torwart Luca Zidane ließ ihn die Führung für Argentinien besiegeln (60.), bevor er mit einem präzisen Schuss den Endstand von 3:0 markierte (76.). Die Tore überschatteten jedoch den Ärger über den nicht geahndeten Foulspiel.
Die Frage, die nun im Raum steht, ist, ob solche Aktionen in Zukunft bestraft werden. Die WM 2026 wird zeigen, ob die Schiedsrichter in Zukunft konsequenter agieren, auch wenn es sich um einen Superstar wie Lionel Messi handelt. Die Bilder sprechen eine deutliche Sprache: Glück für Messi, ein Schreck für Aissa Mandi und ein Test für die Fairness im internationalen Fußball.
