Messi schlägt pelé mit freistoß-kracher – rekord 71 steht
Der Argentinier feuert den Ball aus 22 Metern in den Winkel, Keeper Matt Freese springt zu spät – und mit diesem Moment schreibt Lionel Messi Geschichte. Sein 2:2 gegen New York City war nicht nur der Wendepunkt des Spiels, sondern sein 71. Freistoßtor im Profibereich. Damit hat er die Legende Pelé (70) abgelöst und rückt auf Platz zwei der ewigen Rangliste.
Juninho wartet als nächstes ziel
Der Brasilianer Juninho Pernambucano hält mit 77 Treffern noch den Weltrekord. Für Messi, der mit 38 Jahren erst sieben Tage zuvor die Marke von 900 Pflichtspieltoren geknackt hat, ist das kein Endpunkt, sondern eine Einladung. „Ich spüre noch dieselbe Leidenschaft wie mit 18“, sagte er nach dem 3:2-Sieg von Inter Miami. Die Zahlen sprechen für sich: 901 Tore in 1.128 Einsätzen, 71 davon direkt aus dem Stand.
Die Aktion in der 61. Minute war typisch Messi: kurzer Anlauf, Innenseite, der Ball segelt über die Mauer und senkt sich perfekt unter die Latte. Freese, gerade erst ins US-Nationalteam zurückgekehrt, war chancenlos. Die DRV-PNK-Arena explodierte, die sozialen Netzwerke gleich mit. #Messi71 trendete weltweit innerhalb von drei Minuten.

Pelés zahlen bleiben umstritten
Die 70 Freistoßtreffer des „Königs“ basieren auf offiziellen FIFA-Daten. Pelé selbst behauptete einst, 1.283 Tore in 1.363 Spielen erzielt zu haben – eine Zahl, die Freundschaftsspiele und Tourneeeinsätze einschließt. Die Statistik-Plattform RSSSF korrigiert auf 767 Pflichtspieltore. Doch egal, welche Variante man heranzieht: Messi hat ihn nun auch in der Disziplin überholt, die Pelé als „Pintura de perna“ – Beinmalerei – bezeichnete.
Trainer Gerardo Martino reagierte nüchtern: „Wir reden hier über einen Spieler, der Rekorde nicht jagt, sondern einfach nur spielt.“ Dabei ist Miami aktuell auf Playoff-Kurs. Mit 26 Punkten aus 14 Spielen liegt der Expansion Club vor den Play-offs drei Zähler vor Orlando City. Die Franchise konnte seit Messis Verpflichtung 17 Heimspiele in Folge ausverkaufen – ein neuer MLS-Rekord.
Für die Liga ist der Coup ein Marketing-Goldesel. Die ESPN-Zahlen zeigen ein Plus von 38 % Einschaltquote gegenüber dem Vorjahreswochenende. Die Tickets für das nächste Heimspiel gegen Charlotte FC sind inzwischen auf dem Sekundärmarkt um 240 % über dem Listenpreis gehandelt.
Messi selbst scheint das alles zu kühlen. Er wechselt sofort nach dem Abpfiff in die Kabine, um seine Knie mit Eis zu versorgen. Die Physios geben sich 15 Minuten, dann verlässt er stadionintern den Player’s Tunnel – ohne Interview, ohne Selfie. Die Botschaft ist klar: Der Fokus gilt dem nächsten Gegner, nicht dem letzten Rekord.
Die Frage ist nicht, ob er Juninho einholt, sondern wann. Bei seiner aktuellen Quote von 0,35 Freistoßtreffern pro Saison wäre der Weltrekord in 17 Partien drin – also spätestens in der Play-off-Runde. Die Geschichte des Fußballs schreibt sich weiter, ein Abschnitt pro Spiel. Und Messi schreibt mit.
