Messi jagt rekorde: wird jordanien zum selbstvertrauen?

Buenos Aires bebt! Lionel Messi, der unangefochtene Star der argentinischen Nationalmannschaft, lässt die Fußballwelt erneut in Atem halten. Während die 'Albiceleste' bereits den Gruppensieg in der Tasche hat, weht ein anderer Wind als erwartet: Messi selbst scheint nicht locker zu lassen und jagt eifrig nach weiteren Toren – zum Leidwesen der jordanischen Auswahl.

Scaloni jongliert mit der aufstellung – messi will liefern

Scaloni jongliert mit der aufstellung – messi will liefern

Nach dem souveränen 2:0-Sieg gegen Österreich, bei dem Messi mit zwei weiteren Treffern glänzte und somit seinen Rekord im internationalen Fußball weiter ausbaute, steht die nächste Herausforderung an: die Begegnung gegen Jordanien. Nationaltrainer Lionel Scaloni scheint jedoch mit dem Gedanken zu spielen, einigen seiner Stammkräfte eine Pause zu gönnen. Er testete bereits im Training eine Formation mit zehn frischen Gesichtern, wobei lediglich Torwart Emiliano 'Dibu' Martinez seinen Platz behalten wird. Doch die Entscheidung liegt letztendlich bei Messi selbst. Der Superstar äußerte sich nach dem letzten Spiel ‘glücklich, aber müde’, signalisierte aber gleichzeitig sein unermüdliches Streben nach Toren und eine führende Rolle in der Tabelle der besten Torschützen.

Ein historischer Rückblick: Wer erinnert sich nicht an Messis Debüt im Jahr 2006? Lionel Scaloni, damals selbst als Reservist auf dem Platz stehend, erlebte hautnah, wie der damals 19-Jährige die Fußballwelt im Sturm eroberte. Ein fragwürdiger Einlauf, eine unsportliche Aktion und ein schneller Platzverweis – ein denkwürdiger Moment, der Scaloni und Messi für immer miteinander verband. Heute, 20 Jahre später, ist die Beziehung zwischen Trainer und Spieler von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägt, und die 'Albiceleste' wird treffend als 'Scaloneta' bezeichnet – eine Hommage an den Mann, der das Team zu neuen Höhen geführt hat.

Die jordanische Mannschaft, die bisher punktlos das Turnier bestreitet, dürfte vor einer herkulischen Aufgabe stehen. Mousa Altamari, der von manchen als 'Messi der Jordanien' bezeichnet wird, äußerte sich respektvoll über seinen berühmten Gegner und betonte, dass er sich freuen würde, Messi zumindest kurz auf dem Platz zu begegnen. Doch die Realität sieht düster aus: Gegen eine Mannschaft mit einem Lionel Messi in Topform sind die Chancen auf einen Punktgewinn minimal.

Die Begegnung wird nicht nur sportlich von Bedeutung sein. Auch die religiöse Seite kommt nicht zu kurz: Die argentinische Mannschaft wurde zu einer Messe in Dallas eingeladen, und selbst der örtliche Priester Luis Prado zeigte seine Unterstützung, indem er in seiner Tracht ein Trikot trug und einen Ball schoss. Ein Zeichen dafür, dass Fußball und Glaube in Argentinien eng miteinander verbunden sind.

Die Zahlen sprechen für sich: Messi hat in dieser WM-Saison bereits fünf Tore erzielt und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Die Frage ist nicht, ob er Jordanien bezwingen wird, sondern wie viele Tore er dabei schießen wird. Die Erwartungen sind hoch, und Messi scheint bereit zu sein, diesen Erwartungen gerecht zu werden.