Mercedes-amg zündet die nächste stufe: gt3 und black series kommen 2026

Ein Jahr nach der Concept AMG GT Track Sport fallen die Scheuklappen: Mercedes-AMG baut gleich zwei Boliden auf einmal – die neue GT3 für die Rennstrecke und die extremste Black Series aller Zeiten für die Straße.

Die Signalfarben sind bereits klar verteilt. Knallrot steht für die Rennversion, giftig Gelb-Grün für die Black Series. Beide Autos rollen 2026 an den Start, die GT3 als Evo-Nachfolger im Customer Racing, die Black Series als Homologationsmodell mit Nordschleife-DNA.

Warum die concept amg gt track sport nur der anfang war

Michael Schiebe, Board-Mitglied der Mercedes-Benz Group, nennt es „das klarste Bekenntnis zu reinem Performance-Denken“. Die Concept war kein Design-Spiel, sondern ein voller Prototyp mit Serien-Aerodynamik, Carbon-Chassis und Biturbo-V8, der seit Oktober auf Bilster Berg, Portimão und Monteblanco Doppelstunden dreht. Jetzt zieht das Entwicklungs-Team um Affalterbach Racing GmbH auf den Nürburgring um, wo die letzten Daten für FIA-Homologation und Straßenzulassung gesammelt werden.

Christoph Sagemüller, Chef von Mercedes-AMG Motorsport, liefert die entscheidende Zahl mit: 60.000 Kilometer Testprogramm bis zur Markteinführung. „Wir wollen nicht nur die Tradition der Siege fortsetzen, sondern neue Maßstäbe in Sicherheit und Wartbarkeit setzen“, sagt er. Die GT3 bekommt ein modulares Roll-over-Konzept, das in unter 15 Minuten gewechselt werden kann – ein Novum im Feld.

Black series wird 30 kilogramm leichter als jede vorgängerin

Black series wird 30 kilogramm leichter als jede vorgängerin

Wer denkt, AMG wiederhole sich nur, irrt. Die neue Black Series trimmt das Trockengewicht auf unter 1.450 kg, indem sie das Heck-Cage der GT3 übernimmt, aber Scheiben und Aircon behält. Der 4,0-Liter-Biturbo leistet über 730 PS, das Getriebe ist ein siebengangiges Doppelkupplungs-Dog-Layout, das in 80 Millisekunden schaltet. Serienmäßig: Seitenausblaser vor den Hinterrädern, ein Diffusor, der 650 kg Abtrieb bei 250 km/h erzeugt, und Michelin Pilot Sport Cup 2 R – Reifen, die direkt vom 24h-Rennen kommen.

Die Preise kreisen noch im Geheimen, aber Händler verraten schon jetzt: Die GT3 kostet rund 550.000 Euro plus Nachrüst-Pakete, die Black Series liegt bei 350.000 Euro vor Steuern. Die erste Charge ist ausverkauft – an Kunden, die bereits ihre Startnummer reserviert haben.

Marktstart ist Herbst 2026. Bis dahin müssen noch 20 Prozent der Windkanal-Stunden absolviert werden. Die Ingenieure nennen das intern „Projekt Zehn“, weil die neue Plattform zehn Jahre lang im Motorsport und auf der Straße dominieren soll. Wer dann an der Ampel neben einem gelb-grünen AMG steht, weiß: Dahinter steckt kein Showcar, sondern ein Sieger, der schon vor dem Start gewonnen hat.