Medwedew patzt in paris: australischer underdog schlägt russen!
Paris – Daniil Medwedew hat in Paris eine weitere Enttäuschung erlebt. Der ehemalige US-Open-Sieger flog überraschend früh bei den French Open aus dem Turnier, bezwungen vom Weltranglisten-97. Adam Walton aus Australien. Ein Rutscher zu Beginn deutete bereits auf einen schwierigen Tag hin – und so kam es dann auch.

Ein tag zum vergessen für den russen
Die Partie verlief für Medwedew von Anfang an turbulent. Nach einem frühen Break und einem weiteren schwachen Satz verlor er das Momentum komplett. Walton, der erstmals überhaupt bei einem Grand-Slam-Turnier in die zweite Runde einzog, nutzte die Fehler des hoch gehandelten Russen geschickt aus und präsentierte sich in beeindruckender Form. Das Endergebnis von 2:6, 6:1, 1:6, 6:1, 4:6 spiegelt die deutliche Überlegenheit des Australiers wider.
Medwedews Sandplatzbilanz bleibt weiterhin ein Rätsel. Obwohl er in Rom kurzzeitig das Halbfinale erreichte, scheint der Belag ihm generell nicht zu liegen. Seine Äußerungen über den „schmutzigen“ Sand, der seine Socken und sein Auto verunreinigt, sind legendär. „Es ist einfach nur schmutzig. Nach einer Sandsession kannst du deine Socken wegwerfen, das Auto wird nach dem Training dreckig. Ich mag es einfach nicht“, so der Russe einst.
Walton hingegen zeigte sich überglücklich über seinen Erfolg. „Es war ein Auf und Ab heute“, sagte er nach dem Match. „Ich bin wirklich zufrieden mit meiner Leistung.“ Die Nerven spielten Medwedew im entscheidenden Moment einen Streich, während Walton konzentriert und selbstsicher agierte. Die Mittagshitze mag ebenfalls eine Rolle gespielt haben, doch letztendlich war es die konstante Leistung des Australiers, die den Unterschied machte.
Die Niederlage wirft Fragen nach Medwedews zukünftigen Ambitionen auf Sand auf. Wird er seine Strategie überdenken oder weiterhin gegen den Belag ankämpfen? Für Walton hingegen eröffnet sich die Möglichkeit, im Tenniszirkus zu bestehen und seine Position in der Weltrangliste weiter zu verbessern. Die French Open haben einmal mehr bewiesen, dass in der Welt des Tennis alles möglich ist – auch die Überraschung durch einen Underdog.
