Medvedevs sandplatz-albtraum: historische pleite in monte carlo!
Daniil Medvedev hat in Monte Carlo eine Demütigung erlebt, die es in sich hat. Der Russe wurde vom Italiener Matteo Berrettini mit 6:0 und 6:0 im ersten Match des Masters-Turniers besiegt – eine sogenannte „Brille“, also ein Sieg ohne Punktgewinn des Gegners. Ein Debakel, das seit über 40 Jahren nicht mehr vorgekommen ist und Medvedev in die Tennisgeschichte eingehen lässt.
Die hassliebe zum sand geht weiter
Medvedevs Abneigung gegen Sandplätze ist kein Geheimnis. Bereits in der Vergangenheit hat er seine Unzufriedenheit geäußert: „Ich mag es nicht. Für mich ist es einfach nur schmutzig. Nach einer Sandsession kannst du deine Socken wegwerfen, das Auto wird nach dem Training dreckig. Ich mag es einfach nicht.“ Diese Worte scheinen sich in Monte Carlo zu manifestieren, wo der Russe seit 2019 lebt. Die aktuelle Nummer 10 der Weltrangliste zeigte eine Leistung, die seinesgleichen sucht.

Zerstörte nerven, zerschlagene schläger
Der Frust des 30-Jährigen entlud sich in einer Serie von Schlägerbrüchen. Sechs Mal knallte Medvedev seinen Schläger auf den Boden, bis von ihm nur noch Bruchstücke übrig blieben. Das Publikum reagierte mit lautstarkem Gejohle und dem Ausruf „Hey“ auf jede seiner Wutausbrüche. Eine Szene, die in der glamourösen Umgebung von Monte Carlo besonders hervorstach.

Historischer tiefpunkt: nur 17 punkte
Die Statistik untermauert das Ausmaß der Niederlage: Medvedev verbuchte lediglich 17 Punktgewinne bei 27 unforced errors – darunter fünf Doppelfehler. Eine katastrophale Bilanz, die zeigt, wie aus dem Spiel des Russen ein einziges Chaos wurde. Der Kontrast dazu ist kaum zu übertreffen: Berrettini, der ehemalige Wimbledon-Finalist, der mit Verletzungen zu kämpfen hatte, staunte über sein eigenes Spiel. „Das war definitiv eine der besten Leistungen in meinem Leben. Ich habe vielleicht drei Bälle verschlagen“, kommentierte er das Match.
Zverevs kraftakt und fonseca im aufwind
Während Medvedev eine Blamage erlebte, konnte Alexander Zverev seine Partie gegen den Weltranglisten-109. nur knapp abwenden. Ein Kraftakt, der zeigt, dass auch Top-Spieler in Monte Carlo vor Herausforderungen stehen. Im Achtelfinale trifft Berrettini auf den Brasilianer Joao Fonseca, der den Franzosen Arthur Rinderknech in einem spannenden Dreisatzmatch bezwang. Fonseca hat sich damit überraschend für die nächste Runde qualifiziert und könnte ein ernstzunehmender Gegner für Berrettini werden.
Die Niederlage von Medvedev wirft einen Schatten auf seine Form und seine Chancen in der kommenden Sandplatzsaison. Berrettinis Auftritt hingegen ist ein Hoffnungsschimmer für seine Rückkehr an die Spitze des Tennis.
