Medvedev patzt in paris: sandplatz-albtraum geht weiter!

Paris – Daniil Medvedev hat bei den French Open erneut die Segel streichen müssen. Gegen den Weltranglisten-97. Adam Walton verlor der Russe überraschend deutlich und festigt damit seinen Ruf als Sandplatz-Kämpfer wider Willen.

Ein frühes aus im mittagshitze

Kaum hatte die Sonne ihre volle Kraft entfaltet, war Medvedevs Turnier bereits beendet. Nach einer wackeligen ersten Minute, in der er bereits stürzte und sich sichtlich mit dem sogenannten „Hass-Belag“ – dem roten Sand – herumschlug, folgte eine enttäuschende Vorstellung. Der US-Open-Sieger von 2021 schrieb ein weiteres, bittere Kapitel in seiner bisher unbefriedigenden Sandplatz-Karriere. Mit 2:6, 6:1, 1:6, 6:1, 4:6 unterlag er dem Australier Walton und verabschiedete sich frühzeitig aus Paris.

Die sandplatz-misere des weltranglistenachten

Die sandplatz-misere des weltranglistenachten

Medvedevs bestes Ergebnis bei den French Open bleibt sein Viertelfinaleinzug von 2021 – ein ferner Traum angesichts der jüngsten Ereignisse. Zuvor hatte er in Monte Carlo eine demütigende 0:6, 0:6-Niederlage gegen Matteo Berrettini erlitten. Nur in Rom gelang ihm mit dem Einzug ins Halbfinale ein kleiner Aufwärtstrend. Doch in Paris offenbarte er erneut seine Schwächen auf Sand.

„Für mich ist es einfach nur schmutzig“, hatte Medvedev einst über den Belag geunkt. „Nach einer Sandsession kannst du deine Socken wegwerfen, das Auto wird nach dem Training dreckig. Ich mag es einfach nicht.“ Diese Worte scheinen seine aktuelle Frustration nur allzu gut widerzuspiegeln. Gegen Walton produzierte er ungewöhnlich viele unerzwungene Fehler, und im entscheidenden Aufschlagspiel brachen schließlich die Nerven.

Walton, der erstmals in seiner Karriere bei einem Major-Turnier in die zweite Runde einzog, wirkte dagegen wie beflügelt. „Es war ein Auf und Ab heute“, freute er sich über seinen Sieg. „Ich bin wirklich zufrieden mit meiner Leistung.“ Die Freude ist verständlich, denn er schickte einen der Top-Favoriten bereits in der ersten Runde nach Hause.

Medvedevs Sandplatz-Krise geht weiter. Ob er jemals seine Abneigung gegen den roten Belag überwinden kann, bleibt abzuwarten. Fest steht: Bis dahin wird er bei den French Open weiterhin gegen Windmühlen kämpfen.