Mcilroy gastgeber: champions dinner mit blick auf tiger
Augusta, Georgia – Rory McIlroy hat sich nicht nur sportlich beim Masters 2026 einen Namen machen wollen. Als frischgebackener Champion richtete er das traditionsreiche champions dinner aus, ein Ereignis, das stets für besondere Aufmerksamkeit sorgt. Doch der Abend war mehr als nur ein Festmahl – er war ein Moment der Reflexion und der Hommage an eine Legende.
Ein menü für die ewigkeit
McIlroy, der seit 2009 auf die Gelegenheit gewartet hatte, das Dinner auszurichten, präsentierte ein sorgfältig ausgewähltes Menü. Gelbflossen-Thunfisch-Carpaccio mit Foie gras eröffnete den Abend, gefolgt von der Wahl zwischen Filet Mignon vom Wagyu-Rind oder gebratenem Lachs. Als Beilage durfte der „Irish Champ“ nicht fehlen – ein Kartoffelpüree, das McIlroy an seine nordirischen Wurzeln erinnert. „Ich wollte das Dinner auch genießen können“, so der Champion, der sich bewusst gegen weitere Spezialitäten aus seiner Heimat entschied.
Die Rede, die zum champions dinner gehört, war der Höhepunkt des Abends. McIlroy hatte sich intensiv mit seinen Worten auseinandergesetzt, um den Champions seine Dankbarkeit und Bewunderung auszudrücken. Vor allem Bernhard Langer, der als einziger deutscher Sieger (1985 und 1993) zu den Gästen zählte, sollte die Wertschätzung spüren.

„Wir vermissen tiger“ – ein bewegender moment
Was McIlroy genau sagte, blieb wie üblich diskret. Doch ein Satz drang nach außen: „Wir vermissen Tiger.“ Der Name Tiger Woods, der das Masters fünfmal zwischen 1997 und 2019 gewann, schwebte unweigerlich über dem Abend. Woods‘ Abwesenheit, bedingt durch seinen Rückzug nach einem schweren Autounfall, war spürbar. Obwohl 35 der 36 lebenden Champions anwesend waren, fehlte auch Phil Mickelson, der aus familiären Gründen abgesagt hatte.
Bernhard Langer, der 41 Mal in Augusta antrat, blickte mit gemischten Gefühlen auf das Turnier. „Dieses Jahr wird es sicherlich schwierig sein, einen Schlag zu machen“, gestand er. Doch er betonte auch, wie sehr er es genießt, das Geschehen von außen zu verfolgen. Jon Rahm, der Titelverteidiger von 2024, gehört weiterhin zu den Favoriten, ebenso wie Scottie Scheffler und Bryson DeChambeau. Ein deutscher Spieler wird dieses Jahr jedoch fehlen, was seit 1983 nicht mehr vorgekommen ist.
McIlroy selbst wirkte entspannt. „In den vergangenen 17 Jahren konnte ich es kaum erwarten, bis das Turnier endlich losging. Dieses Jahr wäre es mir egal, wenn es nie anfangen würde“, so der Vorjahressieger. Die Spannung in Augusta ist greifbar, und auch wenn Tiger Woods fehlt, bestimmt seine Legende weiterhin das Geschehen.
