Mcilroy feiert champions dinner: tiger woods wird vermisst
Augusta, Georgia – Rory McIlroy hat sich beim Masters 2026 selbst ein Denkmal gesetzt. Als frischgebackener Champion richtete der Nordire das traditionsreiche Champions Dinner aus und sorgte mit seinem Menü und einer bewegenden Rede für Gesprächsstoff. Doch der Abend war auch von einer schmerzlichen Abwesenheit geprägt: Tiger Woods, die Legende des Golfsports, fehlte.
Ein festmahl für die champions
McIlroy hatte sich kein leichtes Arrangement einfallen lassen. Die Champions wurden mit Gelbflossen-Thunfisch-Carpaccio mit Foie gras verwöhnt, gefolgt von Filet Mignon vom Wagyu-Rind oder gebratenem Lachs mit Irish Champ, einem Kartoffelpüree nach nordirischer Art. „Ich wollte das Dinner auch genießen“, erklärte McIlroy schmunzelnd, warum er auf weitere Spezialitäten aus seiner Heimat verzichtet hatte.
Die Atmosphäre war gelöst, doch McIlroys Rede trug eine emotionale Note. Vor einer illustren Runde, darunter Bernhard Langer, der als einziger deutscher Sieger des Masters (1985 und 1993) vertreten war, blickte der Nordire auf seinen Weg zurück und drückte seine Dankbarkeit aus, Teil dieser außergewöhnlichen Gemeinschaft zu sein. „Wenn ich vor dieser Gruppe spreche, will ich die richtigen Worte finden und sicherstellen, dass ich meine Gefühle rüberbringe“, gestand er.

Die schmerzliche abwesenheit des „tiger“
Doch der Abend war nicht ohne einen wehmütigen Unterton. McIlroy würdigte Tiger Woods, der aufgrund seiner Genesung von einem schweren Autounfall in einer Schweizer Klinik fehlt. „Wir vermissen Tiger“, sagte er mit nachdrücklicher Stimme, und der Satz fand bei allen Anwesenden großen Anklang. Woods, der das Masters fünfmal gewonnen hat, ist eine feste Größe in Augusta und seine Abwesenheit hinterließ eine spürbare Lücke.
Bernhard Langer, der mit „50 oder 60“ Spielern auf eine starke Konkurrenz im diesjährigen Turnier hofft, nannte Namen wie Scheffler, McIlroy und DeChambeau. Doch selbst er räumte ein, dass das Masters ohne Woods nicht dasselbe ist. Der 41-fache Augusta-Starter musste sich eingestehen, dass es dieses Jahr „sicherlich schwierig“ werden würde, im Turnier überhaupt einen Schlag zu machen – was ihn aber auch amüsiert.
McIlroy, der in den vergangenen 17 Jahren sehnsüchtig auf die Gelegenheit gewartet hatte, das Champions Dinner ausrichten zu dürfen, gab offen zu: „Dieses Jahr wäre es mir egal, wenn das Turnier nie anfangen würde.“ Eine Aussage, die die tiefe Verbundenheit des Champions mit Augusta und dem Masters verdeutlicht.
Die Nachricht von McIlroys Ausrichtung des Champions Dinners und die emotionale Würdigung von Tiger Woods zeigen, dass der Golfsport mehr ist als nur ein Spiel – er ist eine Gemeinschaft, die auch in schwierigen Zeiten zusammenhält.
