Mcfarlane: rückenschmerzen adé – riesenslalom-offensiv!
Caitlin McFarlane, die französische Slalom-Hoffnung, hat einen Winter erlebt, der ihre Karriere nachhaltig prägen wird. Trotz eines hartnäckigen Rückens und einigen verpassten Rennen hat sie sich in der Weltspitze etabliert und plant nun einen überraschenden Angriff auf den Riesenslalom. Das ist der Moment, in dem die junge Französin ihre Ambitionen offenbart.
Die saison im rückblick: konstanz durch disziplin
Die vergangene Saison markierte für McFarlane den endgültigen Durchbruch. Ihre Leistungen, darunter eine beeindruckende Aufholjagd in Copper Mountain und ein respektables Ergebnis bei den Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo, katapultierten sie fest in die Top 30 der Welt. Es war keine Glückssache, sondern das Ergebnis jahrelanger harter Arbeit und einer klaren Strategie. „Wir haben in den letzten zwei bis drei Jahren konsequent an den gleichen Abläufen gearbeitet“, erklärt sie im Gespräch mit topskinews.com. Der bewusste Fokus auf den Slalom im vergangenen Sommer zahlte sich aus, schuf eine solide Basis, die ihr unter allen Bedingungen Sicherheit gibt.
Die vier Ausfälle in der Saison mögen zunächst negativ erscheinen, doch McFarlane sieht darin eine wertvolle Lernerfahrung. „Es ist frustrierend, aber ich habe keine Angst vor Fehlern. Sie gehören zum Sport dazu“, so die Französin. Besonders im ersten Durchgang sieht sie noch Luft nach Verbesserung, denn oft ist ihr zweiter Lauf deutlich stärker. Ihr Ziel ist klar: zwei konstante, schnelle Läufe ins Ziel bringen.

Olympia-gefühl und der traum vom podest
Die Erinnerung an Cortina d'Ampezzo, wo sie als beste Französin glänzte, trotz körperlicher Beschwerden, ist ihr besonders präsent. „Mein Rücken war wegen des inneren Stresses nicht glücklich. Aber bei Olympia hast du nur alle vier Jahre eine Chance. Ich habe einfach alles gegeben.“ Dieses Gefühl der Leichtigkeit, das sie in Hafjell oder Copper Mountain erlebte, will sie künftig konservieren – das Gefühl, die Ziellinie zu sehen und das Grün zu erblicken. Plätze unter den ersten Zehn sind für sie nicht mehr genug.
Für die kommende Vorbereitungszeit steht nun die Gesundheit im Vordergrund. Ein sechswöchiges, spezifisches Trainingsprogramm in Albertville und Capbreton zielt darauf ab, die Muskulatur neu auszubalancieren. Ab Sommer werden dann intensive Riesenslalom-Trainingseinheiten folgen. McFarlane ist bereit für die Arbeit, die dafür nötig ist. Die französische Skirennläuferin hat bewiesen, dass man auch mit Rückschlägen und körperlichen Limitierungen an die Weltspitze anklopfen kann. Und mit ihrer neuen Entschlossenheit im Riesenslalom könnte sie bald für Furore sorgen.
