Mbappé-kritik: arbeloa spielt streit herunter – mourinho winkt?
Madrid – Der Sturm der Entrüstung um Kylian Mbappés Äußerungen über seine Rolle bei Real Madrid hat sich gelegt, zumindest vorerst. Trainer Álvaro Arbeloa hat die Kritik des französischen Superstars heruntergespielt und signalisiert, dass er bereits einen Nachfolger im Blick hat: José Mourinho.
Arbeloa: „ich verstehe seinen frust“
Die Schlagzeilen der letzten Tage wurden von Mbappés Vorwurf überschattet, dass Arbeloa ihn lediglich als vierte Wahl im Sturm sehe. Der Trainer reagierte gelassen: „Ich habe ihm gesagt, er solle ruhig bleiben. Es ist normaler, als es scheint.“ Er zeigte Verständnis für Mbappés Unmut, betonte aber, dass er selbst als Spieler ähnliche Situationen erlebt habe. „Jeder Spieler möchte regelmäßig spielen, und wenn das nicht der Fall ist, ist es verständlich, dass er unglücklich ist.“
Die spanische Presse wertete Mbappés Ausbruch als eine Art „Kriegserklärung“ an den Trainer. Arbeloa konterte: „Meine Beziehung zu Kylian bleibt unverändert. Ich würde es nicht verstehen, wenn er nicht spielen wollen würde.“ Er betonte, dass er Mbappé weiterhin als wichtigen Bestandteil der Mannschaft sehe, auch wenn die Einsatzzeiten variieren könnten.

Mourinho als wunschkandidat für die zukunft
Doch hinter der Fassade der Harmonie brodelt es. Die Gerüchte um Arbeloas bevorstehendes Aus nach dieser titellosen Saison verdichten sich. Und wer soll ihn ersetzen? Der Name, der in Madrid immer häufiger fällt, ist José Mourinho. Der frühere Außenverteidiger und überzeugte Madridista ließ keine Zweifel an seiner Präferenz: „Wenn er nächstes Jahr zurückkommt, würde ich mich sehr freuen, ihn wieder zu Hause zu sehen. Für mich ist José Mourinho die Nummer eins.“
Mourinho, der zwischen 2010 und 2013 bereits die Geschicke des spanischen Rekordmeisters leitete, befindet sich aktuell im Amt bei Benfica Lissabon. Die Möglichkeit einer Rückkehr nach Madrid scheint realistischer denn je, insbesondere angesichts der enttäuschenden Leistungen der Mannschaft in dieser Saison. Die Fans träumen bereits von einer neuen Ära unter der Leitung des portugiesischen Erfolgstrainers.
Die Frage ist nicht, ob Mourinho kommt, sondern wann. Denn die Zeichen stehen eindeutig auf Rückkehr – und damit auf eine mögliche Versöhnung zwischen Real Madrid und einem der erfolgreichsten Trainer der jüngeren Fußballgeschichte.
