Mbappé zieht vor bayern-kracher die kreuzfahrtklinge: „aber madrid kann sie stoppen“

Die Nacht von Saint-Denis war noch warm, da hatte Kylian Mbappé schon den Blick Richtung München gerichtet. 1:0 gegen Brasilien, Treffer nach 22 Minuten, Job erledigt – und im Kopf schon der 7. April. Dann empfängt Real Madrid im Estadio Santiago Bernabéu den FC Bayern, und Mbappé schwärmt offen für den Gegner. „Die beste Mannschaft Europas“, sagt er bei Telefoot, „zwei große Spiele.“ Ein Lob, das klingt wie eine Ansage.

Die kritik schluckt er wie kalten kaffee

Ein Satz, der in Madrid nicht jubelnd aufgenommen wird. Denn wer den französischen Superstar kennt, weiß: Hinter jedem Kompliment steckt ein Kalkül. Mbappé lobt selten, ohne sich selbst in Position zu bringen. „Wenn jemand Bayern stoppen kann, dann wir“, fügt er hinzu. Der Unterton: Ich bin da, ich führe die Gang. 38 Tore in 35 Pflichtspielen sprechen für sich, selbst wenn das rechte Knie in den vergangenen Wochen streikte. Die Gerüchte über ein vermeintlich falsch untersuchtes Gelenk wischt er weg: „Spekulationen, manchmal berechtigt, manchmal nicht.“

Die Spanier haben ihm die Leviten gelesen, nachdem er Länderspiele verpasste. Mbappé kontert mit der Coolness eines Mannes, der weiß, dass er noch immer der begehrteste Torjäger des Planeten ist. „Auch Cristiano, Zidane, Di Stéfano wurden kritisiert. Warum sollte ich ausgenommen sein?“ Die Frage ist rhetorisch, die Antwort liegt im Trainingszentrum Valdebebas. Dort bereitet er sich auf die Duelle gegen die Bayern vor – und auf eine Saison, die für Real Madrid noch drei Titel bereithalten kann.

Die wm ist kein abbruchprogramm

Die wm ist kein abbruchprogramm

Versteckt zwischen den Sätzen: Für Mbappé ist klar, dass der Weg zur Weltmeisterschaft 2026 über München führt. „Der beste Weg, sich auf die WM vorzubereiten, ist, mit Real Madrid alles zu gewinnen.“ Kein Wort über Verträge, kein Wort über Zukunftsmusik. Nur der Fokus auf den Gegner, der ihn am meisten reizt. Bayern, das europäische Maß aller Dinge, so sieht es der 26-Jährige. Ein Kompliment, das in München niemand missverstehen wird. Die Antwort folgt auf dem Rasen – und vielleicht schon am 7. April im ersten Duell. Mbappé hat die Klinge gezogen. Jetzt heißt es parieren.