Mbappé: pfiffe, bankrolle und italien-trip – der real-star spricht klartext
Madrid – Die Luft nach dem 2:0-Sieg Real Madrids gegen Oviedo war alles andere als rein. Kylian Mbappé, der nach seiner Einwechslung ausgepfiffen wurde, stellte sich der Presse und ließ wenig auf sich sitzen. Seine Aussagen über die Fans, seine Rolle im Team und den jüngsten Trip nach Italien sorgten für zusätzliche Gesprächsstoff.
Die fans und die rolle des stars
Die Pfiffe des eigenen Publikums schienen Mbappé wenig aus der Ruhe zu bringen. „Ich rede lieber hier mit meinem Mund. Dann ist es klarer“, entgegnete er lakonisch. Er betonte, dass es sich nicht um eine persönliche Sache handele und man die Meinung der Leute nicht ändern könne – „das gehört zum Geschäft“. Doch die Frage nach seiner Reservistenrolle ließ sich der Superstar nicht entziehen. Er erklärte, bei voller Fitness hinter Franco Mastantuono, Vinícius Júnior und Gonzalo García in der Hierarchie zu stehen. „Ich bin nicht wütend“, versicherte er, auch wenn er sich durchaus bereit für die Startelf gesehen habe. Ein Respekt vor der Entscheidung des Trainers sei ihm wichtig.

Italien-reise und die enttäuschende saison
Der umstrittene Ausflug nach Italien wurde ebenfalls thematisiert. Mbappé wischte den Wirbel beiseite und erklärte, er habe die Genehmigung des Klubs gehabt. „Ich bin sehr glücklich in Madrid. Warum sollte ich gehen?“, stellte er klar. Die Saisonbilanz wirkte hingegen ernüchternd. „Wir haben gut angefangen, aber in der zweiten Hälfte haben wir alles verloren“, so Mbappé. Besonders schmerze es, ohne Titel dastehen zu müssen, obwohl die Struktur und Spielidee stimmten. „Kritik muss man annehmen und nächstes Jahr mit neuer Ambition zurückkommen.“

Zukunftspläne in madrid und die wertschätzung für pérez
Über den Wunschtrainer Xabi Alonso äußerte sich Mbappé zurückhaltend: „Ich habe eine große Beziehung zu ihm gehabt, aber das ist Vergangenheit.“ Mit dem aktuellen Co-Trainer, Miguel Arbeloa, sehe er „kein Problem“ und sei bereit, dessen Philosophie zu akzeptieren. Seine Pressekonferenzen verfolge er ohnehin kaum, denn zu Hause läuft „französisches Fernsehen“. Doch eines ist gewiss: Ein Abschied aus Madrid kommt ausgeschlossen. Florentino Pérez, so Mbappé, sei „der beste Präsident der Welt und der Geschichte des Klubs“ – ein starkes Bekenntnis, das die anhaltende Verbundenheit des französischen Superstars mit Real Madrid unterstreicht. Die Frage ist nun, ob Mbappé mit dieser Einstellung und neuer Entschlossenheit die kommende Saison entscheidend beeinflussen kann.
