Matthäus schlägt zurück: ouédraogo-nachnominierung löst fassungslosigkeit aus

Chicago, 15:48 Uhr Ortszeit – Lothar Matthäus schüttelt den Kopf, als hätte er eben einen Bärendienst erhalten. Julian Nagelsmann hat Assan Ouédraogo nachnominiert? Der Rekordnationalspieler hätte es anders gemacht. Viel klarer kann eine Kampfansage nicht ausfallen.

El mala statt ouédraogo – matthäus zieht die karte des fc-bayern-flügelflitzer

Die Szenerie wirkt fast surreal. Zwischen neuen VW-Elektro-SUVs und kalifornischem Sonnenschein erklärt der Weltmeister von 1990, warum er El Mala vorgezogen hätte. „Positionsgetreu war das nicht“, sagt er knapp und meint damit die rechte Außenbahn. Ouédraogo? Ein zentraler Achter. Karl? Rechtsverteidiger. Ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Matthäus spielt die Alternativen durch: Josha Vagnoman als natürlicher Rechtsfuß, Ridle Baku mit seiner Chemie zu Nagelsmann aus Leipzig-Tagen. Selbst Waldemar Anton streift er nur mit einem Achselzucken ab – Innenverteidiger auf der Außenbahn ist für ihn keine Lösung, sondern ein Notnagel.

Knorpelriss, vier monate pause – kein thema für matthäus

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Der Ex-Kapitän winkt ab, als hätte man ihm gerade ein Kindergeburtstag vorgetragen. Ouédraogos Kreuzband-Drama? „Der Junge steht im Saft“, sagt er und klingt plötzlich wie ein Boxtrainer vor dem WM-Finale. Keine Aufbauphase, keine Bedenken. Die Frage ist nur: Steht er auf dem richtigen Platz?

Nagelsmann jedenfalls schweigt zu den Vorwürfen. Seine Entscheidung steht. Ouédraogo fliegt direkt nach Winston-Salem, verspätet, aber mit einem goldenen Ticket in der Tasche. Das letzte Testspiel verpasst er – ein Detail, das Matthäus mit einem spöttischen Lächeln quittiert.

Die WM tickt lautlos in den Startlöchern. Montag bis Freitag, 18 Uhr, live. Wer wird Recht behalten? Der Bundestrainer oder der Legendärste aller Kritiker? Eines ist sicher: Diese Diskussion wird höchstens in den Katakomben des DFB-Quartiers verstummen, niemals aber in den Köpfen der Fans.