Matías almeyda mit sperre: sevilla legt einspruch ein

Disziplinarausschuss sperrt almeyda für sieben spiele

Der Disziplinarausschuss der RFEF (Real Federación Española de Fútbol) hat am Mittwoch Matías Almeyda, Trainer des FC Sevilla, für sieben Spiele gesperrt. Die Entscheidung fiel nach Prüfung der Einwände der Vereinsensitive gegenüber dem Bericht von Schiedsrichter Iosu Galech Apezteguía. Der Verein kündigte umgehend an, gegen die Sperre Berufung einzulegen. Dies ist die zweite Rote Karte für den argentinischen Trainer in seiner ersten Saison in LaLiga.

Der vorfall im bernabéu

Der vorfall im bernabéu

Almeyda sah im Estadio Santiago Bernabéu zwei Gelbe Karten. Die erste Verwarnung erfolgte, weil er "beharrlich Einwände gegen eine meiner Entscheidungen erhob". Die zweite, die zur Roten Karte führte, erfolgte "weil er im Tunnel zu den Umkleidekabinen beharrlich Einwände erhob, obwohl er bereits mehrfach gewarnt worden war". Zusätzlich wurde er bereits für ein Spiel gesperrt, was die Gesamtsperre auf sieben Spiele erhöht.

Historischer vergleich: längere sperren für trainer

Historischer vergleich: längere sperren für trainer

Um ähnliche Strafen für Trainer in der spanischen Liga zu finden, muss man bis August 2014 zurückblicken. Diego Pablo Simeone, enger Freund und ehemaliger Zimmerkollege Almeydas bei der argentinischen Nationalmannschaft, wurde damals für acht Spiele gesperrt, nachdem er im Supercup gegen Real Madrid im Vicente Calderón gewalttätig geworden war. Die Strafe umfasste vier Sanktionen für zwei Ohrfeigen, die er dem Vierten Offiziellen gab, zwei wegen Protesten, eine wegen Applaudirens einer Schiedsrichterentscheidung und eine weitere wegen des Aufenthalts auf der Tribüne nach der Roten Karte.

Weitere prominente sperren

Weitere prominente sperren

Auch andere Trainer wurden in der Vergangenheit für ihr Verhalten gesperrt. Hier eine Übersicht:

  • Javier Aguirre (Espanyol, 2014): Vier Spiele, wegen der Aussage: "Eso es amarilla hijo de puta" an den Schiedsrichter.
  • Juan Antonio Anquela (Numancia, 2015): Sechs Spiele in der Segunda División, plus eine Geldstrafe von 3.005 Euro und 800 Euro für den Verein.
  • Txetxu Rojo (Athletic Club, 2000): Neun Spiele nach einer Auseinandersetzung mit dem Schiedsrichter Medina Cantalejo im Tunnel.
  • Bernd Schuster (Málaga, 2014): Drei Spiele.
  • Carlos Pouso (Mirandés, 2012): Sechs Spiele in der Segunda División.
  • Enrique Martín (Leganés, 1999): Zehn Spiele, weil er einen Ball im Spielfeld abfing.

Sevilla wird einspruch einlegen

Der FC Sevilla zeigt sich mit der Entscheidung des Disziplinarausschusses nicht einverstanden und wird Berufung gegen die Sperre von Matías Almeyda einlegen. Der Verein argumentiert, dass die Strafe unverhältnismäßig hoch ist und hofft auf eine Reduzierung. Die kommenden Spiele werden für Sevilla ohne ihren Trainer eine sportliche Herausforderung darstellen.

Die bedeutung der trainerdisziplin

Der Fall Almeyda verdeutlicht die Bedeutung der Trainerdisziplin im spanischen Fußball. Der Disziplinarausschuss scheint ein klares Signal senden zu wollen, dass respektloses Verhalten gegenüber Schiedsrichtern nicht toleriert wird. Es bleibt abzuwarten, wie die Berufung von Sevilla ausgeht und welche Auswirkungen dieser Fall auf die zukünftige Kommunikation zwischen Trainern und Schiedsrichtern haben wird.