Materazzi kritisiert united-verkauf: „ein historischer fehler!“

Manchester United bangt um die Zukunft, und das aus gutem Grund. Der italienische Weltmeister Marco Materazzi hat die Entscheidung, Scott McTominay abzugeben, scharf kritisiert und dabei Begriffe verwendet, die in den Reihen der Red Devils für tiefe Wunden sorgen.

Der frühere weltklasse-verteidiger ist fassungslos

Der frühere weltklasse-verteidiger ist fassungslos

Im Gespräch mit dem Portal „Hajper“ ließ Materazzi seine deutliche Meinung an den Tag kommen. „Ich liebe Scott McTominay“, erklärte der 52-Jährige. „Als er sich bei United durchsetzte, sagte ich meinem Sohn, er werde einer der Besten der Welt werden. Und jetzt ist er es.“ Materazzi zeigte sich schockiert über den geringen Transfererlös: „Ich verstehe nicht, wie United ihn für so wenig verkaufen konnte. Er ist 60 bis 70 Millionen Pfund wert, aber er ging für 26 Millionen Pfund weg. Ist das einer der größten Transfer-Fehler der Geschichte? Ich denke ganz klar ja.“

McTominay, der 29-Jährige, sorgte unter Trainer Antonio Conte in Neapel für Furore. Nach seinem Wechsel im Sommer 2024 wurde er schnell zum Führungsspieler und gewann den Scudetto. Seine Leistung wurde sogar mit einer Nominierung für den Ballon d’Or gewürdigt.

United hatte den schottischen Nationalspieler (69 Länderspiele, 14 Tore) verkaufen müssen, um das Budget aufzubessern und die Vorgaben der Liga zu erfüllen. Ein bitterer Schritt, wie sich nun herausstellt. Denn während die „Red Devils“ mit ihrer Leistung kämpfen, sticht McTominay in Italien immer wieder hervor. Bisher gelangen ihm in dieser Saison sieben Ligatreffer und vier in der Champions League – eine beeindruckende Bilanz für einen Mittelfeldspieler.

Der Abschied von einem Eigengewächs, der seit seinem sechsten Lebensjahr im Verein war, schmerzt zusätzlich. Er bestritt 255 Pflichtspiele für United, erzielte 29 Tore und gab acht Assists. Titel wie der FA Cup (2024) und der EFL Cup (2023) zieren seine Bilanz. Doch all das scheint im Vergleich zu dem, was er nun in Neapel leistet, in den Hintergrund zu treten.

Die Entscheidung, McTominay ziehen zu lassen, wird nun von vielen als ein strategischer Fehler betrachtet, der United teuer zu stehen kommen könnte. Der finanzielle Gewinn wiegt nicht auf gegen den sportlichen Verlust – eine bittere Pille für die Fans und einen weiteren Tiefschlag für den angeschlagenen Verein.