Martín kämpft in mugello trotz fitness-sorgen um den titel

Mugello – Jorge Martín, der derzeitige MotoGP-Tabellenführer, rollt mit leichten Blessuren zum Großen Preis von Italien nach Mugello. Ein harter Sturz beim Test in Barcelona hat den jungen Spanier zwar nicht von der Strecke gesperrt, doch er räumte ein, dass er mit einigen Beschwerden zu kämpfen hat. Ob er sich nun Marc Márquez oder Pramac-Ducati-Pilot Francesco Bezzecchi stärker in den Titelkampf einschätzt, ließ er offen.

Die rückkehr des „kaisers“ und die neue konkurrenzsituation

Die Rückkehr von Marc Márquez ins Rampenlicht ist für die gesamte MotoGP-Szene ein Gewinn. „Es ist sehr wichtig für die Meisterschaft und für alle, dass die Besten auf der Strecke sind“, erklärte Martín. „Ich freue mich, dass er wieder fit ist und so schnell zurückkehrt. Ich hoffe, er hat ein gutes Wochenende.“ Die Frage, wer von den beiden Rivalen, Bezzecchi oder Márquez, die größere Bedrohung darstellen wird, beantwortete Martín jedoch ausweichend: „Das ist unmöglich zu sagen. Beide werden bis zum Schluss kämpfen.“

Martín betonte, dass er sich trotz des Unfalls in Barcelona gut fühle. „Es war ein wirklich unnötiger Sturz“, so der Pramac-Pilot. „Ich habe nur kleine Teile getestet, aber dann bin ich bei 200 km/h abgerutscht. Ein häftiger Sturz. Gott sei Dank bin ich ohne Knochenbrüche davongekommen. Es war ein guter Test für meinen Körper, um zu verstehen, dass alles in Ordnung ist. Ich habe zwar einige Bänderverletzungen im Fuß, aber ich hoffe, dass es mich morgen nicht zu sehr beeinträchtigt.“

Über die Ursachen des Sturzes wollte Martín sich nicht weiter äußern: „Was soll ich sagen? Ich kann nicht viel hinzufügen. Wir werden diese Tage abwarten.“ Gerüchte über den Einsatz von zwei Motorrädern im Boxen wies er zurück. „Ich habe die Gerüchte gehört, aber ich weiß nicht, was dahinter steckt. Ich mag es, zwei Motorräder zu haben, aber wie immer: Wir kontrollieren nicht, was entschieden wird.“

Die Äußerungen von Aprilia-Teamchef Massimo Rivola, in denen er die Fahrer zu gegenseitigem Respekt aufrief, kommentierte Martín ebenfalls nicht. „Ich habe das von Massimo nicht gehört, daher kann ich dazu keine Stellung nehmen.“

Neuanfang in mugello und der fokus auf die sicherheit

Neuanfang in mugello und der fokus auf die sicherheit

Martín blickt nach vorne und will den Sturz in Barcelona schnell vergessen. „Le Mans war Le Mans, Barcelona war Barcelona. In Mugello starten wir von Null. Es ist mein erstes Rennen hier mit der Aprilia. Ich weiß, dass die Basis-Setup wirklich gut ist, also fangen wir hier an und sehen, welchen Weg wir einschlagen werden. Ich habe viel Vertrauen, denn es ist ein guter Kurs für mich, und ich hoffe, um das Podium kämpfen zu können.“

Wie immer wird Martín auch an der Sicherheitskommission der MotoGP teilnehmen. „Ich gehe immer hin, ich bin einer von ihnen.“ Er plädierte für eine stärkere Zusammenarbeit der Fahrer bei Sicherheitsfragen. „Ich glaube, dass wir Fahrer bei Fragen der Sicherheit zusammen sprechen müssen. Das ist allerdings sehr schwierig. Vielleicht können uns die Teams helfen, wenn sie sich einig sind. Sicherheit ist wichtig für alle: Fahrer, Teams, die Meisterschaft, aber ein einzelner Fahrer kann allein nichts bewirken. Wir müssen zusammenhalten.“ Die Schwierigkeit, eine einheitliche Meinung unter den Fahrern zu erzielen, sieht Martín in der Vielfalt der Perspektiven: „Wenn wir es versucht haben, haben immer alle unterschiedliche Meinungen. Und zwar nicht nur zwei, sondern fünfzehn. Es ist sehr schwierig. Ich würde gerne daran arbeiten. Es geht nicht darum, dass ich Präsident werden will oder so etwas, sondern wir müssen zusammenhalten. Das ist gut für den Sport, wie es in der Formel 1 und anderen Sportarten der Fall ist.“

Martín zeigte sich in der Piaggio-Zentrale in Mugello entschlossen, den Fokus auf die Leistung zu legen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Mit einem starken Ergebnis in Mugello könnte er seine Position an der Spitze der MotoGP-Wertung weiter festigen.