Márquez kämpft: ducati-umbau verlangsamt titelhoffnungen

Alex Márquez, einst gefeierter Triumphator, steckt aktuell in einem Formeltief. Der Gresini-Pilot, der im Vorjahr noch um den Vize-Titel kämpfte, findet sich 2026 mit einer deutlich schwierigeren Situation konfrontiert – und das trotz eines glänzenden Vorjahres.

Der absturz der punkteausbeute: ein warnsignal für gresini

Der absturz der punkteausbeute: ein warnsignal für gresini

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Waren es 2025 noch 87 Punkte nach den ersten Rennen, so konnte Márquez in diesem Jahr lediglich 28 Zähler einfahren. Ein dramatischer Rückschlag für den jungen Spanier, der einst als ernsthafter Kandidat für die Weltmeisterschaft gehandelt wurde. Der Wechsel zu Ducati sollte den nächsten Schritt in seiner Karriere markieren, doch die Desmosedici GP26 entpuppt sich als schwierigerer Gegner als erwartet. Márquez selbst räumt ein: „Mir fehlt vielleicht noch 20 Prozent. Ich fühle mich mit der Maschine noch nicht ganz wohl.“

Das Problem liegt klar auf der Hand: Die aktuelle Ducati-Maschine ist nicht so stabil und schnell wie die Aprilia RS-GP, die Márquez im Vorjahr pilotierte. Während Fabio Di Giannantonio mit der Roten stolze Erfolge feiert, kämpft Márquez zunehmend um den Anschluss. Besonders auffällig waren seine beiden Sprintrennen in Thailand (Platz 2) und Brasilien (Platz 3), die jedoch nur kleine Lichtblicke in einer ansonsten enttäuschenden Saison sind.

Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer. Márquez zeigt sich zuversichtlich, dass Ducati in der Lage sein wird, die Probleme zu beheben. „Ich vertraue auf Ducati, ich glaube, dass es im Laufe der Saison einen qualitativen Sprung geben wird“, so Márquez nach dem Grand Prix in Austin. Die Konkurrenz, allen voran Marco Bezzecchi und Jorge Martín, scheint momentan die Oberhand zu haben, doch Márquez behält den Blick nach vorne.

Die Schwierigkeiten des Gresini-Piloten verdeutlichen, dass der Wechsel des Herstellers nicht immer automatisch zu Erfolg führt. Márquez muss sich erst an die Besonderheiten der Ducati gewöhnen und seine Fahrweise anpassen. Ob er diesen Herausforderung meistern kann, wird die weitere Saison zeigen. Fest steht jedoch: Der Kampf um die Weltmeisterschaft ist für Alex Márquez in dieser Saison deutlich schwieriger geworden.