Márquez: jerez könnte der wendepunkt sein – bezzecchi muss gestoppt werden!
Marc Márquez ist zurück – und das in Spanien! Der MotoGP-Star präsentierte sich in Jerez ohne sichtbare Verletzungen, allerdings mit einem deutlich sichtbaren blauen Arm. Doch die Schmerzen scheinen zweitrangig zu sein, denn Márquez kündigte an, nun voll auf Angriff zu fahren, um den Rückstand auf Bezzecchi zu verkürzen. Ein klares Signal an die Konkurrenz.
Das comeback des „kabuffel“
Nach drei Wochen intensiver Rehabilitation gab Márquez bekannt, dass er körperlich in optimaler Verfassung sei. „Ich bin gut“, so der Spanier. „Ich habe die Zeit zu Hause genutzt, um mich zu erholen und weiter zu verbessern. Ich bin bereit, Vollgas zu geben.“ Er betonte, dass er sich nun auf seine Leistung auf der Strecke konzentrieren wolle, anstatt über seinen körperlichen Zustand sprechen zu müssen. Ein klares Bekenntnis zum Kampf um die Weltmeisterschaft.
Allerdings räumte Márquez ein, dass er aktuell nicht in der Lage ist, Bezzecchi zu stoppen. „Das ist eher Martins Aufgabe“, erklärte er. „Ich habe zuletzt noch kein Podium erreicht. Es ist unrealistisch zu erwarten, dass ich plötzlich ein Rennen gewinne. Aber wir werden hart arbeiten und versuchen, das Wochenende bestmöglich zu nutzen.“
Die Aprilia-Dominanz bereitet Márquez Sorgen. „Bezzecchi führt in allen Rennen die Runde, und die Aprilia sind sehr schnell“, so der Honda-Pilot. „Wir müssen versuchen, uns ihnen anzunähern und ihnen das Leben schwer zu machen.“

Jerez – mehr als nur ein rennen
Für Márquez hat Jerez einen besonderen Stellenwert. „Jeder spanische Fahrer träumt von einem Podium in Jerez. Das ist unser Ziel, auch wenn wir in den letzten Rennen noch nicht das Niveau für einen Sieg gezeigt haben. Zuerst müssen wir ein stabiles Fundament schaffen und versuchen, so viele Punkte wie möglich zu sammeln.“
Die Diskussionen um die kommende 850cc-Ducati-Maschine wurden von Márquez auf später verschoben. „Die Ingenieure haben mir etwas gesagt, aber ich habe noch nicht mit Pirro gesprochen“, erklärte er. „Im Moment konzentrieren wir uns auf diese Saison und versuchen, sie bestmöglich zu gestalten. Das Testen der neuen Maschine steht weiter hinten auf der Prioritätenliste.“
Der Rückstand auf Bezzecchi beträgt aktuell 36 Punkte – eine beträchtliche Lücke. „Das ist eine große Aufgabe, aber noch lange nicht unmöglich. Bezzecchi dominiert die Rennen, und das ist das, was uns am meisten Sorgen bereitet. Wir müssen ihn stoppen, denn er ist aktuell der Titelanwärter Nummer eins.“
Márquez erinnerte auch an seine schwierige Zeit nach der Verletzung in Indonesien. „Der Test in Malaysia war sehr hart, aber ich habe mich kontinuierlich verbessert. Jetzt fühle ich mich so fit wie im letzten Jahr. Die letzten sechs Monate waren entscheidend, um meine neuralen Bahnen wieder zu stabilisieren. Und ich spüre die positiven Veränderungen auch im Training.“
Obwohl die Zusammenarbeit mit den Ingenieuren stets ein Balanceakt ist – der Pilot hofft auf einen „Ass im Ärmel“, die Ingenieure auf das Können des Fahrers – ist Márquez zuversichtlich, dass beide Seiten sich gegenseitig unterstützen können. „Es ist wie immer: Der Fahrer hofft auf ein Ass von den Ingenieuren, und die Ingenieure hoffen auf ein Ass vom Fahrer. Wir müssen uns gegenseitig helfen.“
