Márquez blickt nach vorne: ducati-glaube trotz aprilia-herausforderung

Jerez steht vor der Tür, und mit ihm der 30. Geburtstag von Álex Márquez. Ein Jubiläum, das mit Erinnerungen an seinen ersten MotoGP-Sieg an diesem Ort im Jahr 2025 einherzieht, doch dieses Jahr präsentiert sich die Szenerie deutlich anders – Aprilia hat die Segel gehisst. Trotzdem hält Márquez an seinem Vertrauen in Ducati und Gigi Dall’Ignas Fähigkeit fest, die Konkurrenz zu übertrumpfen.

Die unstillbare ducati-hunger

„Ducati hat seit 2018 eine beeindruckende Dominanz gezeigt“, erklärt Márquez. „Sie haben immer wieder innovative Lösungen gefunden, oft gegen den vermeintlichen Status Quo. Das ist es, was ich an ihnen schätze – diese unbändige Entschlossenheit, sich kontinuierlich zu verbessern.“ Die Rivalität innerhalb von Ducati, wenn es um die Spitze geht, ist real. Gigi Dall’Igna, so Márquez, ist der Erste, der sich ärgert, wenn seine Maschinen nicht die Oberhand gewinnen. Sein Ziel ist klar: Die sechs Ducati-Fahrer im Top 6 zu platzieren – ein ambitioniertes, aber typisch italienisches Ziel.

Die Debatte über Aprilia’s ‘Conducto F’ und andere Neuerungen ist natürlich präsent. Márquez räumt ein, dass die sichtbarsten Veränderungen nur einen kleinen Teil der Wahrheit ausmachen. „85 Prozent dessen, was eine Rennmaschine ausmacht, sieht man nicht“, so der Gresini-Pilot. Er glaubt nicht, dass Aprilia allein durch diese offensichtlichen Modifikationen so aufgetaucht ist.

„Gigi ist der Erste, der sich ärgert, wenn seine Maschinen nicht die Oberhand gewinnen“, betonte Márquez, was das unermüdliche Streben nach Perfektion innerhalb des Ducati-Teams verdeutlicht.

Realistische ziele und die bezzecchi-strategie

Realistische ziele und die bezzecchi-strategie

Bei der Frage nach seinen eigenen Zielen für 2026 gab Márquez zu Protokoll, dass er Nadia Padovani, der Besitzerin von Gresini, bereits im Vorfeld gefragt habe, was von ihm erwartet werde. „Ich sagte ihr, dass es schon ein guter Jahr wäre, wenn wir wieder bei der Gala dabei wären“, lachte er. Ein Platz unter den Top Drei wäre ihm willkommen, aber die wirklich realistischen Ziele würden erst nach sechs oder sieben Rennen gesetzt werden.

Bezüglich Marco Bezzecchi’s vermeintlich bescheidenen Aussagen über seine Meisterschaftschancen bemerkte Márquez: „Vielleicht verfolgt er einen ‘Rennen für Rennen’-Ansatz. Aber am Ende ist das Erreichen der Weltmeisterschaft die logische Konsequenz, wenn man konstant gut performt.“

Und was ist mit den Spekulationen um Marc Márquez’s mögliche Rücktritt? „Er wird tun, was er für richtig hält“, so Márquez. „Er ist der Besitzer seines eigenen Lebens. Und er hat immer gesagt, dass ihn der Körper vor dem Kopf in Rente schicken wird.“ Trotzdem glaubt Márquez, dass Marc noch einige Jahre in der MotoGP-Szene zu bieten hat.

Die Fans in Jerez können sich auf ein aufregendes Wochenende freuen – nicht nur wegen des Geburtstags von Álex Márquez, sondern auch, weil die Spannung zwischen Ducati und Aprilia in der Luft liegt. Und wer weiß, vielleicht sehen wir ja schon bald eine Antwort auf Gigi Dall’Ignas Herausforderung.