Marotta zündelt nach florenz-pleite: „handelfmeter war fällig – wir wollen nur klarheit“
Es knallt wieder in der Via Rosellini. Drei Spiele ohne Sieg, die Tabellenführung schrumpft, und da schießt Inter-Präsident Beppe Marotta am Rande der Liga-Versammlung scharf gegen die Schiedsrichter-Gilde: „Gestern Abend haben Dutzende VAR-Experten lauthals Elfmeter für Handspiel von Pongracic gefordert – wir fordern nur einheitliche Maßstäbe.“

Warum marotta jetzt den schiedsrichter-katalog aufbricht
Die Szene war in der 67. Minute: Flankenflug von Dimarco, Abwehrbein des Ex-Wolfsburgers streicht über den Oberarm, Referee Mariani pfeift nicht, VAR Massa bleibt stumm. Binnen Minuten kocht das Netz über. Marotta, sonst Meister der sachlichen Gasse, kocht mit: „Ich suche keine Ausreden, ich suche Transparenz. Am Ende einer Saison gleichen sich Fehler vielleicht aus, aber wir wollen keine Lotterie, sondern klare Protokolle.“
Die Zahlen sprechen für ihn: Inter kassierte in den letzten fünf Partien drei Platzverweise und zwei strittige Elfmeter-Entscheidungen gegen sich – Tendenz steigend. Die Nerazzurri sind müde, das sieht auch der Präsident ein. „Wir durchlaufen eine Involutionsphase, ausgelöst durch Verletzungspech und Mikro-Verletzungen im Leistungszentrum. Kein Psychodrama, aber auch kein Zufall.“
Trainer Chivu erhält Rückendeckung. „Er steht mit dem Staff in ständiger Analyse, er ist unser Feldherr. Die Jägerrolle kann beflügeln – lieber Jäger als Hase, das Motto bleibt.“
Und die Meisterschaft? Sechs Punkte Vorsprung, ein Spiel weniger, Halbfinale der Coppa Italia. Marotta zieht die Faust aus der Tasche: „Wir werden die Spur wiederfinden, die wir kurzfristig verloren haben. Keine Panik, nur Energie.“
Der Verband hat die geplante Schiedsrichter-Besprechung mit Rocchi auf Ende Saison vertagt. Für Inter kommt die Antwort nun auf dem Platz – und in den Köpfen der Unparteiischen.
