Marokkanischer angreifer cheddira träumt weiterhin vom wm-titel – trotz serie-a-schwierigkeiten
Kansas City – Walid Cheddira blickt aus der Ferne auf seine Nationalmannschaft. Der Stürmer, der vor vier Jahren in Katar ein denkwürdiges Halbfinale erlebte, verpasst die WM 2026, nachdem er in der abgelaufenen Saison in der Serie A kaum Einsatzzeit erhielt. Doch der Traum vom Titel mit Marokko ist noch lange nicht gestorben.
Von loreto nach katar: cheddira’s reise
Cheddira, der in Loreto geboren und aufgewachsen ist, vergaß nie seine Wurzeln, obwohl seine Karriere ihn in die italienische Liga führte. Die Erinnerung an das Halbfinale in Katar, als Marokko die Fußballwelt überraschte, ist noch lebendig. Er schildert, wie schnell sich in den Nationalmannschafts-Trainingslagern eine Vertrautheit einstellt, selbst unter unbekannten Gesichtern. „Viele von uns wachsen in Europa auf, aber wenn die Heimat ruft, ist es immer eine Ehre.“
Der Spieler betont, dass die marokkanische Nationalmannschaft dank hervorragender Scouting-Arbeit talentierte Spieler hervorgebracht hat. Er verweist auf Bouaddi, einen jungen Spieler, der erst kürzlich naturalisiert wurde und auch für Frankreich hätte spielen können. Die Attraktivität des marokkanischen Projekts scheint offensichtlich zu sein. Bouaddi, ein 2007er Jahrgang, ist laut Cheddira zwar vom französischen Verein Lille zu hohen Ablösesummen angeboten worden, aber für italienische Klubs wird es schwierig sein, mitzuhalten.

Kann marokko 2026 den titel holen?
Die Frage, ob Marokko bei der nächsten Weltmeisterschaft tatsächlich den Titel gewinnen kann, wird von Cheddira entschieden mit einem „Warum nicht?“ beantwortet. „Wir haben nichts, was uns fehlt“, sagt er überzeugt. Das Team sei stärker als 2022, mit Spielern wie Brahim Diaz (Real Madrid) und Nabil Saibari (Bayern München) verstärkt. Besonders beeindruckt ist Cheddira von der neu gewonnenen Respekt gegenüber Marokko. „Wir sind keine Überraschung mehr, sondern eine Gewissheit.“
Cheddira, der aktuell in der Heimat Urlaub macht, spricht auch über seine eigene Zukunft. Er hofft, durch gute Leistungen in seinem Verein die Chance auf eine Rückkehr in die Nationalmannschaft zu erhalten. „Es hängt von mir ab“, sagt er. Sein Vertrag läuft beim SSC Neapel aus und wo es ihn nach dem WM-Turnier hinzieht, ist noch offen. Er betont, dass er sich beim Lecce, wo er unter Trainer Francesco Di Francesco viel Vertrauen erfahren hat, wohlgefühlt hat und zur Rettung der Mannschaft beigetragen hat.
Die Faszination für das marokkanische Nationalteam ist ungebrochen. „Es gibt noch weitere junge Talente, die in den Kader rücken könnten“, verrät Cheddira. Er nennt Yassine, einen Flügelspieler von Straßburg, als Beispiel. Cheddira blickt optimistisch in die Zukunft und glaubt, dass Marokko mit seiner jungen und hungrigen Mannschaft eine ernstzunehmende Herausforderung für die Weltelite darstellen wird. Die Reise ist noch nicht zu Ende – sie hat gerade erst begonnen.
