Marín: abschied vom court, neuanfang mit herz

Carolina Marín, die mit ihren Triumphen den Weltbühne eroberte, hat sich von der professionellen Karriere verabschiedet. Doch anstatt in Melancholie zu versinken, blickt die spanische Badminton-Legende voller Zuversicht und Tatendrang nach vorn – mit dem festen Willen, ihr Erbe zu bewahren und den Nachwuchs zu fördern.

Die entscheidung: ein schwerer, aber notwendiger schritt

Die Entscheidung, die Schlägerin an den Nagel zu hängen, sei die schwierigste ihres Lebens gewesen, so Marín in einem exklusiven Interview. Die wiederholten Knieverletzungen, insbesondere die schmerzhafte Verletzung in Paris, hätten ihr schließlich die Augen geöffnet. "Es war ein Moment, in dem ich alles schwarz sah“, gestand sie. Doch nach einer Phase der Ruhe und Reflexion in ihrer Heimat Huelva kehrte die Erkenntnis zurück: Eine letzte Chance, sich bei der Heim-Europameisterschaft in Spanien 2026 zu beweisen, war es wert, alles zu geben.

Mehr als nur siege: der kampfgeist und die mentale stärke

Mehr als nur siege: der kampfgeist und die mentale stärke

Marín ist nicht nur für ihre außergewöhnlichen sportlichen Leistungen bekannt, sondern auch für ihren unbändigen Kampfgeist. Ihre Großmutter, eine hart arbeitende Frau, habe ihr die Werte Arbeit und Durchhaltevermögen vermittelt, so die Badminton-Queen. Doch es war auch ihr Trainer Fernando Rivas, der ihr half, ihre Grenzen zu sprengen. "Er hat mich immer wieder an meine eigenen Grenzen gebracht, manchmal auch darüber hinaus“, erinnert sich Marín schmunzelnd. Die Zusammenarbeit mit Rivas, geprägt von innovativen Trainingsmethoden wie der Nutzung von Tourniquets und Hypoxietraining, trug maßgeblich zu ihrem Erfolg bei.

Die Tourniquets, eine Maßnahme, die anfangs auf Skepsis stieß, nutzte sie bereits nach ihrer Verletzung in Paris weiterhin. "Ich sagte mir: 'Ich werde das ausprobieren, auch wenn es verrückt klingt!'“, erklärte Marín.

Das vermächtnis: badminton in spanien neu entfachen

Das vermächtnis: badminton in spanien neu entfachen

Marín träumt davon, ihr Vermächtnis zu bewahren und Badminton in Spanien wiederzubeleben. Sie möchte eine Akademie gründen, in der junge Talente gefördert und ausgebildet werden können. "Es würde mir wehtun, wenn nach meinem Rücktritt das Interesse am Badminton in Spanien abflacht“, betonte sie. Ihr Ziel ist es, die Leidenschaft für den Sport weiterzutragen und die nächste Generation von Badminton-Stars zu inspirieren.

Marín blickt mit Optimismus in die Zukunft. Die Zeit, die sie nun mit ihrer Familie verbringen kann, ist ihr unendlich wertvoll. Und wer weiß, vielleicht findet sie ja auch in anderen Bereichen neue Herausforderungen und Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten einzusetzen. Denn eines ist sicher: Carolina Marín ist eine Kämpferin, die niemals aufgibt.