Maria und siegemund stürmen rom – korpatsch patzt!
Ein Auftakt nach Maß
für die deutschen Tennisdamen in Rom: Tatjana Maria und Laura Siegemund haben sich gestern souverän in die zweite Runde des hochkarätigen WTA-Turniers gespielt. Doch nicht alle Hoffnungen erfüllten sich, denn Tamara Korpatsch musste eine deutliche Niederlage einstecken.Maria dominiert gegen linette
Tatjana Maria präsentierte sich in ihrem Erstrundenduell gegen Magda Linette in Topform und ließ der Polin kaum eine Chance. Mit einem klaren 6:0, 6:3 setzte sie sich durch und zeigte, dass sie auch in ihrem 38. Lebensjahr noch zu Höchstleistungen in der Lage ist. Die Partie dauerte 77 Minuten – eine solide Ausgangsbasis für die anstehende Aufgabe gegen Sorana Cirstea, die in rund zweieinhalb Wochen die French Open einleiten.
Die Bilanz gegen Linette ist nun ausgeglichen – ein willkommener Erfolg für die Bad Saulgauerin, die sich sichtlich über ihre Leistung freute. Der Sieg gegen Cirstea wird zeigen, ob sie ihre Form halten kann.

Siegemund bezwingt bejlek
Auch Laura Siegemund ließ sich den Einzug in die nächste Runde nicht nehmen. Gegen die Tschechin Sara Bejlek sicherte sie sich mit 6:4, 6:4 den Sieg. Die Aufgabe gegen Jekaterina Alexandrowa, die Nummer 14 der Weltrangliste, wird für Siegemund allerdings eine echte Herausforderung. Siegemunds Spiel hat in letzter Zeit oft für Überraschungen gesorgt, und es bleibt abzuwarten, ob sie gegen Alexandrowa ihre gewohnt kämpferische Art zeigen kann.

Korpatsch scheitert überraschend
Der Tag hatte allerdings auch eine bittere Note: Tamara Korpatsch verlor überraschend deutlich gegen die Argentinierin Solana Sierra mit 3:6, 1:6. Ein enttäuschender Auftritt für die Hamburgerin, die nun die Chance verpasst, sich in Rom weiter zu beweisen. Die Diskrepanz im Ergebnis zeigt deutlich, wie überlegen Sierra agierte.
Eva Lys hat heute Abend noch die Möglichkeit, das Blatt zu wenden, wenn sie gegen Katie Boulter um den Einzug in die nächste Runde kämpft. Ihr Spiel könnte entscheidend sein, um die Stimmung im deutschen Lager zu heben.
Neben den deutschen Erfolgen und Rückschlägen sorgte auch die Absage von Kostyuk für Aufsehen. Die junge Ukrainerin musste auf Rom verzichten, da ihr Körper, wie sie selbst sagte, „andere Pläne“ hatte. Ein herber Rückschlag für eine talentierte Spielerin, die mit Sicherheit in Zukunft eine größere Rolle auf der WTA-Tour spielen wird.
