Marco odermatt holt silber im riesenslalom – und blickt nach vorn
Silber für odermatt in peking
Marco Odermatt hat bei den Olympischen Spielen in Peking eine weitere Medaille gewonnen. Im Riesenslalom musste er sich jedoch mit der Silbermedaille zufriedengeben, da Lucas Pinheiro Braathen die Konkurrenz hinter sich ließ. Trotzdem zeigte sich Odermatt äußerst zufrieden mit seiner Leistung bei den Spielen.

Pflichten und der wunsch nach entspannung
In einem Gespräch mit Päddy Kälin vom SRF äußerte sich Odermatt offen über die Belastungen, die ein Medaillengewinn mit sich bringt. Er würde lieber mit seinem Team auf den Erfolg anstoßen, anstatt an all den Pflichtterminen teilnehmen zu müssen. Es war seine dritte Medaille bei diesen Olympischen Spielen.

Riesenslalom als königsdisziplin
„Die Medaille im Riesenslalom hat für mich den höchsten Stellenwert von den drei Medaillen“, erklärte Odermatt. Der Riesenslalom sei seine erste Disziplin gewesen, in der er den Durchbruch in der Weltspitze geschafft habe. Die Umstände waren besonders, da er in den vergangenen Wochen nur wenig spezifisches Riesenslalomtraining absolvieren konnte. Das macht seine Leistung umso bemerkenswerter.
Herausfordernde piste in peking
„Der Riesenslalom von Bormio würde das Ranking der einfachsten Riesenslaloms im Ski-Zirkus gewinnen“, so Odermatt schmunzelnd. Trotzdem habe es ihm Spaß gemacht, in Peking zu fahren, auch wenn es nicht einfach gewesen sei, schnell zu sein. Die Pistenbedingungen stellten eine zusätzliche Herausforderung dar.
Inspiration für das team
Odermatt ist nicht nur für sich selbst erfolgreich, sondern auch eine große Inspiration für seine Teamkollegen. Nach dem ersten Lauf, als er einen deutlichen Rückstand auf Braathen sah, hatte er zunächst ein ungutes Gefühl, da sein Vorsprung auf Kristoffersen ebenfalls eine Sekunde betrug. „Wir haben das dann aber genau analysiert und festgestellt, dass Lucas Braathen einen super Lauf gelungen ist und er die Nummer 1 perfekt ausgenutzt hat.“
Ein historischer erfolg
Die Silbermedaille ist besonders wertvoll, da Odermatt damit der erste männliche Schweizer Skifahrer wurde, der mehr als dreimal olympisches Edelmetall gewinnen konnte. „Es ist letztlich einfach eine weitere Zahl. Ich war mit meinen Leistungen in diesen zwei Wochen sehr zufrieden. Natürlich habe ich auf eine Goldmedaille gehofft, aber das Niveau war einfach so extrem hoch.“
Kritik und ausblick
Trotz seiner Erfolge gibt es auch kritische Stimmen, die Odermatts Leistung als nicht ausreichend betrachten, weil es nicht Gold geworden ist. Der 28-Jährige kann damit gut umgehen und betont, dass Kritiker selbst einmal am Start stehen könnten, wenn sie denken, Gold zu holen sei einfach. „Die wichtigen Leute wissen zum Glück, was das bedeutet. Es wird aber immer solche geben, die glauben, dass man eine Goldmedaille ganz einfach am Morgentisch abholen kann.“
Erholung und ausblick auf den schlussspurt
Nun freut sich Odermatt auf eine wohlverdiente Auszeit nach der anstrengenden Zeit bei den Olympischen Spielen. „Es war eine brutal strenge Zeit. Nun bin ich froh, mich erholen und ein wenig feiern zu dürfen. Dann bin ich eine Woche zu Hause und bereite mich auf den Schlussspurt vor.“
