Mara venier öffnet ihr sonntags-salotto: stars, tränen und ein comeback mit 26
Milano, 15. März, 09:25 Uhr – Die Rai-1-Cameras laufen heiß. Um 14 Uhr flimmert wieder Domenica In, und Mara Venier hat die Fernbedienung Italiens fest in der Hand. Studio Fabrizio Frizzi in Rom verwandelt sich in ein Wohnzimmer aus Gold und Nostalgie – 26. Ausgabe, 26. Mal Gänsehaut.

Die stammcrew bleibt an bord
Tommaso Cerno hält die Chronik der Gäste bereit, Teo Mammucari liefert den Show-Schlag, Enzo Miccio rückt die Sofas zurecht. Drei Typen, eine Mission: Italiens Sonntag langsam und laut zugleich werden lassen. Die Redaktion hat intern die Parole ausgegeben: „Kein Talk, kein Drama, nur echte Emotion.“ Ob das klappt? Die Quote verrät’s um 16.30 Uhr.
Die Gästeliste liest sich wie eine Playlist der Gefühle: Cantautori, die nach 30 Jahren wieder zusammenfinden, Schauspieler, die ihre ersten Szenen nie vergessen konnten, und ein paar neue Stimmen, die sich zwischen Applaus und Instagram-Filtern verlieren könnten. Mara Venier kocht Espresso, stellt Fragen, wischt Tränen weg – und das alles live, ohne Netz.
Parallel dazu jagt ein 23-Sekunden-Clip durchs Web: Aryna Sabalenka schmettert sich in Indian Wells in die Finalrunde. Die Rai-Sportredaktion schaltet kurz vor, das Tennis-Drama als Aufwärmer für das Musik-Drama. Ein Bild sagt mehr als tausend Ratings.
Domenica In ist kein Relikt, es ist ein Ritual. Wer sonst schafft es, Rentner, Teenager und Popstars im selben Raum zu versammeln, ohne dass jemand auf die Uhr schielt? Die Werbeblöcke sind verkauft, die Tränen reserviert, das Mikro offen. Mara Venier zählt runter: 14:00, live, unverschlüsselt. Wer nicht einschaltet, verpasst den Moment, an dem Italien wieder einmal mit sich selbst redet – laut, weinerlich, unendlich menschlich.
