Manuel feller stoppt seine saison – operation steht bevor

Manuel Feller zieht den Stecker. Der Tiroler verzichtet auf die letzten beiden Rennen und wird sich gleich zweimal operieren lassen – Rücken und Leiste. Die Saison ist damit vorbei, die Karriere nicht.

Die belastung wurde zu groß

Feller war in Kitzbühel der Held, sonst lief es holprig. Hinter den Kulissen schuftete er mit Ischiasschmerzen, einem Leistenbruch und einer Schambein-Entzündung. „Mental und körperlich eine sehr herausfordernde Saison“, sagt er. Die Entscheidung fiel Mitte der Woche, kurz vor Abreise nach Slowenien.

Der 33-Jährige hatte sich bereits im Herbst zurückgezogen, mit Psychologen und Physiotherapeuten gearbeitet. Die Bilanz: Silber in der Team-Kombi bei den Olympischen Spielen, Slalom-Sieg daheim, aber auch Rennen, in denen der Schmerz stärker war als der Wille. Nun folgt der Eingriff an der Bandscheibe, danach die Leisten-OP. Kein Zeitplan, kein Zwang, nur die Aussicht auf eine neue Saison.

Keine abschiedsvorstellung

Keine abschiedsvorstellung

Ein Karriereende schloss Feller nie aus, sprach es aber nie an. Sein Umfeld weiß: Er will zurückkommen, schmerzfrei, mit neuem Impuls. Die Alpinen schauen ohnehin auf ein Umbruchjahr 2025: Neues Reglement, neue Ski, neue Gesichter. Für Feller könnte die Zwangspause ein Neustart sein – wenn er die harte Reha durchsteht.

Österreichs Herren verlieren damit einen ihrer erfahrensten Slalom-Spezialisten vor dem Finale in Sölden. Die Teamchefs reagierten gelassen: „Wir respektieren seine Entscheidung, Gesundheit geht vor“, sagt Markus Pölder. Die Saisonwertung im Slalom führt weiterhin Clément Noël an, Feller rutscht auf Rang neun. Die Punkte bleiben, der Körper bekommt Ruhe. Das ist die Rechnung, die sich Feller jetzt leistet.